Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1903) Goethe ; Theil 2
Entstehung
Seite
111
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1796.

T.(30. 3.): Eingenommen. Den Tag zu Hause.

Br. An Schiller(Ende Mai):Ich befinde mich in einer wahrhaft poetischen Stimmung, denn ich weiss in mehr als Einem Sinne nicht recht was ich will noch soll.

An dens.(20. 7.):Heute früh beym Pyrmonter.*)

An Meyer(5. 8.): Goethe klagt, dass er wegen des Krieges nicht nach Italien kommen könne. Sein Thun sei ein kümmerliches Wesen,und doch muss ich an etwas denken, das mich zu Hause beschäftigt und mich nicht ganz verfallen lässt.

An Christiane(30. 10.):Ihr allein bedürft meiner, die übrige Welt kann mich entbehren.

Bm. Im Allgemeinen herrscht 95 u. 96 Trocken­heit. Zwar entsteht im Frühling 96Alexis u. Dora, aber von dichterischer Erregung ist wenig zu spüren. Erst im Herbste 96 findet Goethe in Jena genügende Stimmung, den ersten Theil vonHermann und Do­rothea zu verfassen.

*) Die Pyrmonter Quellen sind theils erdig-salinische Eisen­säuerlinge, theil Soolquellen. Eisen und Kochsalz sind die wirk­samen Bestandtheile.

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