An dies.(30. 6.):„Es wäre hier auch ganz artig, wenn nur nicht wie gesagt der Brunnen einen so gewaltig angriffe.“
An dies.(12. 7.):„Von Augelchen war wohl manches artige hier, es will aber mit mir nicht recht mehr in den Zug kommen.“
An dies.(24. 7.):„Obgleich Pyrmont mich nicht gänzlich von meinen Übeln befreyt hat; so muss ich doch hoffen dass(wie die Ärzte sagen) die beste Wirckung nachkommt.“
Am 24. 10. auffallend zärtlicher Brief an Silvie von
Ziegesar.
Gespr. Am 28.5.1825 sprach Goethe mit dem Canzler über seine„tödtliche Krankheit i. J. 1800[1801], die blos aus einem Brownianischen zurückgetriebenen
Katarrh entstanden“ sei.
Bm. Früher habe ich, verleitet durch den Brief der Stein, angenommen, Goethe habe 1801 an Erysipel gelitten. Aber es ist nach Goethes eigenen Aeusserungen ganz unwahrscheinlich. Die Rose war auch damals eine bekannte Krankheit, und Goethe würde nicht verfehlt haben, auf die charakteristische Hauterkrankung hinzuweisen. Ausser dem Erysipel scheint einem zunächst nur noch eine einzige Krankheit in Betracht zu kommen, das ist die epidemische Cerebrospinalmeningitis.
Die epidemische Meningitis ist zuerst 1805 in und um Genf beschrieben worden. Wenn auch Beschreibungen aus Deutschland viel später erschienen sind, so ist die Krankheit doch wahrscheinlich schon