1805.
T.(11. 1.):„befand mich nicht wohl“(12. 1.): „blieb im Bette“.(22. 1.):„Bisher Krankheit und Reconvalescenz.“
In den Annalen werden im Anfange des Jahres störende körperliche Gebrechen erwähnt. Aus der Zeit nach Schillers Tode heisst es:„unleidlicher Schmerz ergriff mich, und da mich körperliche Leiden von jeglicher Gesellschaft trennten, so war ich in traurigster Einsamkeit befangen. Meine Tagebücher melden nichts von jener Zeit; die meisten Blätter deuten auf einen hohlen Zustand.“
In Halle trat, als Goethe Galls Vorträge hörte, das Uebel wieder auf. Nach geistiger Anstrengung und geselligem Wohlleben„überfiel mich ganz unversehens der Paroxysmus eines herkömmlichen Uebels, das von den Nieren ausgehend sich von Zeit zu Zeit durch krankhafte Symptome schmerzlich ankündigte.“ Es wird die Behandlung Reils erwähnt, der ein schriftliches Gutachten abgab. Goethe sagte 1825 zum Canzler, Reil habe seine Nierenkrämpfe aus katarrhalischem Stoff hergeleitet.