Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1903) Goethe ; Theil 2
Entstehung
Seite
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täuschen fürchtete; so würde ich mein jetziges Be­finden gegen das vorige loben und erheben. An Reil habe ich einen sehr bedeutenden Mann kennen lernen; er beobachtete meine Uebel vierzehn Tage ohne ein Recept zu verschreiben, als etwa eins das er selbst für palliativ erklärte. Tröstlich kann es für mich seyn, dass er gar keine Achtung vor meinen Gebrechen haben will und versichert das werde sich alles ohne grossen medicinischen Aufwand wieder herstellen.

An F. A. Wolf(5. 9.):Das Bad[Lauchstädt)] und seine Pritsche greift denn auch an.

An Eichstädt(31. 12.):Die kurzen Tage haben mir so übel mitgespielt und seit dem Vergnügen Sie zu sehen, hatte ich wenig gute Stunden.

Christiane an Nic. Meyer(12. 4.):Der Geheim­rath hat nun seit!/, J. fast keine gesunde Stunde ge­habt und immer Perioden(‚Prrioden, wo man denken muss, er stirbt...(Sie sei vor zwei Tagen mit August nach Erfurt gefahren)Ich war kaum ein paar Stunden (‚bar Stude) da, als ich einen Boten erhielt, dass er sich sehr übel befände; ich reiste gleich zurück und fand ihn sehr schlecht. Jetzo... befindet er sich durch Hülfe des H. Hofr. Stark besser, aber nicht ausser Bette und stelle mir nichts gutes vor. Ich glaube die Aerzte kennen seine Krankheit nicht recht, oder es ist ihm nicht mehr zu helfen. Ich weiss gar nicht was ich denken soll, der Zufall kommt gewöhnlich alle vier Wochen mit den grössten Schmerzen, wobei er ge­

*) Erdig-salinische Eisenquelle,

Möbius, Werke III.