Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1903) Goethe ; Theil 2
Entstehung
Seite
138
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Ausführungen und Belege.

An Ch. v. Stein(18. 4.):Das Fallen des Baro­meters hat sich auch an meinem Unglauben gerächt indem es mir ein grosses Übel angedeutet hat. Von Vorgestern auf gestern hatte ich einen Anfall so heftig als je. Es war in der letzten Zeit so viel zusammen gekommen und ich hatte mich nicht geschont.

An C. G. Voigt(7. 5.):Leider helfe ich mir seit dem letzten Anfall meines Uebels nur von einem Tage zum andern fort.

An Christiane(2. 6., von Carlsbad):dass ich mich sehr wohl befinde; an Leib und Seele unvergleichlich besser, als da ich von Hause wegging.

An dies.(18. 6. u. 24. 6.): Dr..Kapp von Leipzig hat eine veränderte Cur angerathen(nicht Sprudel, sondern Schlossbrunnen, wenig Trinken, Baden, strenge Diät etc.). Sie schlage sehr gut an. Zu Hause solle Goethe nach Kapps Rath Spaawasser*) trinken. An dieselbe(16. 7.): Dr. Kapp und Dr. Mitterbacher von Carlsbad haben nach Beendigung der eigentlichen Brunnenkurmir eine Arzney verschrieben, die ganz wunderwürdige Wirkungen gethan hat. Ich befinde mich seit den letzten acht Tagen so wohl, als ich mich in Jahren nicht befunden habe.

An Zeiter(27. 7.):Ich kam nach Carlsbad in dem übelsten Befinden, das sich durch einen zwar gewöhnlichen, aber für meine Zustände nicht passen­den, schlendrianischen Gebrauch des Wassers an­fänglich so vermehrte, dass ich in einen höchst

*) Erdig-alkalische Eisensäuerlinge.