Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1903) Goethe ; Theil 2
Entstehung
Seite
146
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Ausführungen und Belege.

gut, obgleich unterbrochen geschlafen. Der Anfall wird in der Folge wiederholt erwähnt.

An C. G. Voigt(26. 9.):Ich habe bei dieser Ge­legenheit die Nähe unsres Starke gesegnet, der mir geschwinder über die schlimmen Augenblicke hinaus­geholfen hat; aber das Böse bleibt immer dabey, dass viele Tage dazu gehören, wenn die gewaltsame Wir­kung weniger schmerzlicher Augenblicke wieder ins Gleichgewicht soll gebracht werden.

An Christiane(30. 9.):Mir geht es wieder ganz leidlich.

An C. G. Voigt(23. 12.): Er habe nicht kommen können.Leider hält mich nach manchem Leiden eine grosse Schwäche zurück.

Aehnlich an den Herzog(25. 12.):Mein Befinden ist aber gar zu schwankend, das geringste Unternehmen bringt mich aus dem Gleichgewicht.

Riemer an Frommann(12. 12.): Über den heftigen Katarrh, der zwei Nächte lang grosse Brustschmerzen verursacht habe.

Bm. Die Erregung klingt ab. Die Briefe, besonders die an Silvie, werden ruhiger. Mit einiger Mühe wird vom April an die zweite Hälfte der Wahlverwandt­schaften beendigt. In den Annalen stehen die berühmten Worte:Niemand verkennt an diesem Roman eine tief leidenschaftliche Wunde, die im Heilen sich zu schliessen scheut, ein Herz das zu genesen fürchtet. Es ist gut, dass er es sagt, denn vielleicht würde es niemand aus dem Roman erkennen.