Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1903) Goethe ; Theil 2
Entstehung
Seite
177
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erst später eingeschlafen.(3. 12.):früh, obgleich un­wohl, einige Expedienda angegriffen.[Nach dem 3.Dec. wird die Krankheit nicht mehr erwähnt. Während der ganzen Krankheit hat Goethe täglich gearbeitet, dictirt, Besuche empfangen.]

Br. An Zelter(August):Soviel also zuerst, dass ich die kurz vergangene Zeit in Marienbad, ohne Un­bilden, ja heiter und wie zum Leben zurückkehrend zugebracht habe, auch mich jetzt so wohl befinde als ich mich lange Zeit nicht gefühlt... Mich von allen solchen[politischen] wie von ästhetischen Gesprächen und Vorlesungen zu befreyen, hatte ich mich auf sechs Wochen einem sehr hübschen Kinde in Dienst gegeben, da ich denn vor allen äussern Unbilden völlig versichert war. Nun aber doch das eigentlich Wunder­barste! Die ungeheure Gewalt der Musik auf mich in diesen Tagen! Die Stimme der Milder, das Klang­reiche der Szymanowska, ja sogar die Öffentlichen Exhibitionen des hiesigen Jägercorps falten mich aus­einander, wie man eine geballte Faust freundlich flach lässt.[Die Erinnerung an das Singen der Milder presst ihm noch Thränen aus.]

An den Sohn(24. 8.):Es ist nicht mit Worten auszudrücken, was diese acht Wochen freien heiter­geselligen Lebens mich wieder hergestellt haben. Nur ist noch eine gewisse Reizbarkeit übrig geblieben, die ich erst beim Anhören der Musik gewahr ge­worden.

An dens.(30. 8.):Es erhellt daraus manches Gute und Lustige, sogar, dass der Vater in das neue

Möbius, Werke Il.