erst später eingeschlafen.“(3. 12.):„früh, obgleich unwohl, einige Expedienda angegriffen.“[Nach dem 3.Dec. wird die Krankheit nicht mehr erwähnt. Während der ganzen Krankheit hat Goethe täglich gearbeitet, dictirt, Besuche empfangen.]
Br. An Zelter(August):„Soviel also zuerst, dass ich die kurz vergangene Zeit in Marienbad, ohne Unbilden, ja heiter und wie zum Leben zurückkehrend zugebracht habe, auch mich jetzt so wohl befinde als ich mich lange Zeit nicht gefühlt... Mich von allen solchen[politischen] wie von ästhetischen Gesprächen und Vorlesungen zu befreyen, hatte ich mich auf sechs Wochen einem sehr hübschen Kinde in Dienst gegeben, da ich denn vor allen äussern Unbilden völlig versichert war. Nun aber doch das eigentlich Wunderbarste! Die ungeheure Gewalt der Musik auf mich in diesen Tagen! Die Stimme der Milder, das Klangreiche der Szymanowska, ja sogar die Öffentlichen Exhibitionen des hiesigen Jägercorps falten mich auseinander, wie man eine geballte Faust freundlich flach lässt.“[Die Erinnerung an das Singen der Milder presst ihm noch Thränen aus.]
An den Sohn(24. 8.):„Es ist nicht mit Worten auszudrücken, was diese acht Wochen freien heitergeselligen Lebens mich wieder hergestellt haben. Nur ist noch eine gewisse Reizbarkeit übrig geblieben, die ich erst beim Anhören der Musik gewahr geworden.“
An dens.(30. 8.):„Es erhellt daraus manches Gute und Lustige, sogar, dass der Vater in das neue
Möbius, Werke Il.