Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1903) Goethe ; Theil 2
Entstehung
Seite
178
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Ausführungen und Belege.

Jahr hinübertanzen musste. Gern gesteh ich, dass ich mich solchen Wohlbefindens an Leib und Seele lange nicht erfreute.

An v. Martius(3. 12.):Mehr zu sagen verbietet mir ein immer noch umdüsterter Geisteszustand.

Berichte und Gespräche. a) Ueber die Krankheit im Anfange des Jahres.

v. Müller(14. 2.):Mittwoch Abend, den 12. Februar, erfuhr ich zuerst von seinem Uebelbefinden, auf das man jedoch kein Gewicht legte. Donnerstag liess er mir sagen, dass er sich bereits wieder bessere. Freitags Nachmittags traf ich ihn recht munter mit seiner Schwiegertochter noch am Tisch sitzend an Er klagte nur, dass der Kopf nicht recht hell. sei und äusserte: er fühle sich gerade wie einer, der imbegriff sei, recht fromm und bigott zu werden.

(17.2.) Ich ging gegen 45 Uhr nachmittags zu ihm und fand ihn angekleidet im Bette liegend, sehr jammernd und klagend über fortwährende Schmerzen und Ermattung. Er hatte einen äusserst heftigen Fieber­frost gehabt, der ihn über zwei Stunden lang durch­schüttelt hatte....Rehbein kam bald darauf und gab guten Trost. Man hoffte auf Schweiss. Er verlangte etwas Wein zu trinken, was man zu gestatten nicht wagte. ‚Allmächtiger Gott! Was muss der arme Teufel leiden! Wie krank bin ich, kränker, als in vielen Jahren! rief er ein Mal über das andere aus. Sodann: ‚Die Götter halten uns hart in solchen kranken Tagen und doch auch gar nicht sonderlich in den gesunden.