Die Kammer, worin er lag, war ganz dunkel, seine Hand kalt, alles umher unheimlich, doch nahm er noch grossen Antheil an allem, was ich von Knebel und von Stroganoff referirte, und trieb mich an, ins Theater zu gehen.
Mittwoch den 19. Februar schien es etwas besser zu gehen, doch hatte er schon so vor sich hin gesagt: ‚Diesen Schmerz‘(den am Herzen meinend) ‚dieser unbesiegbare Schmerz wird mich noch an die Schwelle meines Lebens bringen.‘
Donnerstags bis Sonnabends wechselten Besserung und Verschlimmerung immerfort ab....Er war öfters betäubt, phantasirte mitunter halb und halb, doch immer dazwischen ganz theilnehmend und verständig sprechend. Donnerstag gab er sich noch sehr mit seinem älteren Enkel ab, sang ihm sogar ein Liedchen aus dem „Spiegel von Arkadien“ vor. Er fragte oftmals nach Personen, die ihm sonst gleichgültig waren, z. B. Graf Keller, Graf Marschall u. s. w. Dazwischen sagte er einmal: ‚Mischt sich der Grossherzog noch immer in meine Kur?‘ Und als man seine Intention missverstehend, mit, Nein‘ antwortete, äusserte er: ‚Es wird ihm wohl zu langweilig werden.‘ Er wiederholte öfters sein Bedauern, um Stroganoff’s Besuch gekommen zu sein und in der Fortsetzung von ‚Kunst und Alterthum‘ gehemmt zu werden. ‚Und doch ist die Anzeige der Boisser&eschen neuesten Lieferungen so dringend; die muss ich ja rühmen und beloben.‘ Zu seinem Diener Stadelmann sprach er einmal leise: ‚Du glaubst nicht, wie elend ich bin, wie sehr krank!‘ Den Ärzten gab er