können?” Zu Ulriken sagte er: ‚Ach Du glaubst nicht, wie die Ideen mich quälen, wie die sich durchkreuzen und verwirren!‘
Sonntag, den 23. Februar, war er am schlechtesten, auch sagte er zu seinem Sohne: ‚Der Tod steht in allen Ecken um mich herum;‘ zu Huschke’n mehrmals: ‚Ich bin verloren!‘ Einmal soll er auch geäussert haben: ‚O Du christlicher Gott! Wie viele Leiden häufst Du auf Deine armen Menschen, und doch sollen wir in Deinen Tempeln Dich dafür loben und preisen!‘ Ich war vormittags in Stadelmann’s Kammer neben seinem Zimmer, abends vor Hofe wieder eine Stunde im Hause. Rehbein sagte ihm: ‚Das Inspiriren geht leichter als das Exspiriren. ‚Freilich!‘ antwortete er ‚ich fühle das am besten, Ihr
Hundsfötter!‘
Nachmittags[24. 2.] wurde er sehr heftig: gegen die Ärzte, befahl mit Ungestüm, ihm Kreuzbrunnen zu geben und sagte: ‚Wenn ich denn doch sterben soll, so will ich auf meine eigene Weise sterben.‘ Er trank auch wirklich ein Fläschchen Kreuzbrunnen mit sichtbar gutem Erfolg. Kurz vorher sagte er zu seinem Sohn: ‚Das ist ein Kampf zwischen Leben und Tod.‘ Von 4*/, bis 9 Uhr war ich[v. Müller] im Nebenzimmer, seine Stimme klang ziemlich sonor und kräftig. Ich hörte. ihn nach allen Umständen und dem Hergang seiner Krankheit fragen, Rechenschaft fordern, wie von einer fremden, abgeschlossenen Sache. Er triumphirte, dass sein scharfer Geschmack etwas Anis in einer Arznei entdeckt habe, und dass man