Ausführungen und Belege.
sich, weil ihm diese Kräuter stets verhasst gewesen, zur Umänderung des Receptes entschlossen. Mit Wohlgefallen hörte er, dass man ihm Arnica geben wolle, und hielt ganz behaglich eine kleine botanische Vorlesung über diese Blume, die er sehr häufig und sehr schön in Böhmen getroffen. ‚Die Phantasien sind nur Plünderungen des Verstandes und Geistes.‘ — ‚Es lasten solche Massen von Krankheitsstoff auf mir seit 3000 Jahren; man gewahrt deutlich, wie sich das Conventionelle, das Einbildige dazwischen schiebt.‘ Sehr oft fragte er, wer alles von Freunden dagewesen, sich nach ihm zu erkundigen. ‚Das ist sehr artig von den guten Leuten.‘ Er wurde sichtbar besser, trieb die Seinigen zur Ruhe: sie sollten sich selbst bedenken; für das Wenige, was er bedürfe, sei ja gesorgt. ‚So habe ich doch nicht alle Eure Feste gestört‘ Die Hoffnung kehrte ihm selbst wieder; er meinte: ‚Morgen werde ich ordentlich den Kreuzbrunnen wieder trinken und dann bald wieder ein ordentlicher Mensch mit Folge werden.‘ Er fragte, ob man sein Tagebuch fortgesetzt, und jammerte, dass es nicht geschehen.“
Riemer an Frommann(24. 2., 26. 2. u. No. 237): Über Goethes Krankheit unter Mittheilung einiger Bulletins Rehbeins.
b) Ueber die Depression im Herbst.
v. Müller(23. 9.): Leidenschaftlicher Zorn Goethes über die Erlaubniss der Heirath zwischen Juden und Christen.„Dieser sein Unmuth, sich nach dem heiteren Aufenthalte in Marienbad wieder hier eingeengt zu