Ausführungen und Belege.
der Geist hat gar keine Kraft.“„Ach, ungeduldig bin ich auch nicht, ich habe schon zu viel solcher Zustände durchlebt und habe schon gelernt, zu leiden und zu dulden.“„Ich kann nicht arbeiten, ich kann nicht lesen, und selbst das Denken gelingt mir nur in glücklichen Augenblicken der Erleuchtung.“ Am 18.11. Mattigkeit und heftiger Krampfhusten. Am 19.11. nur die Familie zugelassen, aber abends Eckermann. Goethe sass im Stuhle und war heiter.
Am 23. 11. zu von Müller:„Welch ein Zustand! welch eine Qual, ohne Morgen und Abend, ohne Thätigkeit, ohne klare Idee! Aber besucht mich nur immer Mittags ein wenig.“
Am 24. 11. verbietet der Arzt alles Reden. Abends langes Gespräch mit Eckermann.
Am 25.11. v. Müller:„Rehbein und Zelter hielten ihn heute für besser, da Auswurf erfolge und der Husten sich mindere... er sprach fast gar nicht und sah ganz fahl aus.“
Nun folgt der eigenthümliche Bericht Zelters. „Mein Geschäft in Erfurt war in zwey halben Tagen abgemacht. Nun wasche mich, putze mich, freue mich, nehme Extrapost(24. Novbr.), komme nach Weimar, fahre vor. Ich bleibe eine Minute im Wagen, Niemand kommt mir entgegen. Ich trete in die Thür, ein weibliches Gesicht kuckt zur Küche heraus, sieht mich, zieht sich wieder zurück, Stadelmann kommt und hängt das Haupt und zuckt die Schultern. Ich frage, — keine Antwort. Ich stehe noch an der Hausthür:
soll man etwa wieder gehn? Wohnt hier der Tod?