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Er benutzte dabei inſonderheit die handſchriftlichen Sammlungen von einem ehemaligen Stadtſyndicus, Martin Heinß, und von deſſen Oheim, Martin Heinß, welcher von 1613— 46 Inſpector am hieſigen Dome war, desgleichen von dem Paſtor zu St. Pauli hieſelbſt, Nathanael Reinherz Schäffer(geſtorben 1741): Sammlungen, welche leider abhanden gekommen find, Die Hi: ſtorie des Bisthumes und des Domſtiftes fand an S. Lentzen (1750) und Philipp Wilhelm Gercken(1766) ſehr gründliche und tuͤchtige Bearbeiter. Der letztere benutzte dabei inſonderheit die fleißige Urkunden= Sammlung des Alphons de Vignoles, welche jetzt im Königlichen Archiv in Berlin aufbewahrt wird. Nach dieſer Zeit trat eine lange Periode der Duͤrre und der Gleichguͤltigkeit ein, bis im Jahre 1812 der noch lebende Director der Ritter-Akademie, Arnold, eine Schrift verfaßte:»über Domſtifter uberhaupt und über das Domſtift zu Brandenburg be— ſonders«, und im Jahre 1821 bei Gelegenheit, wo Seine Koͤ— nigliche Hoheit, der jetzige Kronprinz von Preußen, die hieſige Gegend mit einem Beſuche beehrte, der jetzige Wirkliche Koͤnig— lich Preußiſche Geheime Staatsminiſter des Innern, G. A. R. von Rochow, aufs neue für Brandenburg und feine Geſchichte Intereſſe zu erwecken wußte durch eine lithographirte, nur in wenigen Exemplaren vorhandene, ſehr ſchaͤtzbare Schrift unter dem Titel:»Geſchichtliche Nachrichten von Brandenburg und deſſen Alterthuͤmern, von G. A. R. von Rochow.« 1821. 8. Als im Jahre 1836 die hieſige Domkirche nach ihrer Reſtaura— tion eingeweihet wurde, erſchien aus dem Nachlaſſe des verſtor— benen Superintendenten und Directors der Ritter-Akademie, Dr. Schultze, ein Programm:»uͤber das Alter und die Reſtau— ration der biſchoͤflichen Stifts- und Domkirche zu Burg Bran— denburg« 4., und kurz nachher zur Ergänzung dieſer Schrift »der kurze Abriß einer Geſchichte der hohen biſchoͤflichen Stiftsund Domkirche und des damit verbundenen Domcapituls zu Burg Brandenburg von Dr. Auguſt Schroͤder, Ober ⸗Domprediger und erſtem Profeſſor an der Ritter-Akademie zu Burg Brandenburg.“ 8. Beide Schriften berühren auch vielfach die Geſchichte unſerer Stadt.