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Geschichte der Kur- und Hauptstadt Brandenburg von den frühesten bis auf die neuesten Zeiten : Mit Benutzung des Stadt- und Stiftsarchives und anderer gedruckter und ungedruckter Urkunden / Von M. W. Heffter, Königl. Professor und Prorector am Gymnasio zu Brandenburg ...
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»Reez, Wieſenburg, Belzig, Moͤrz, Niemeck, Juͤterbog. Dies »Alles, was mit Hinzuziehung jener hochweiſen Männer an » geordnet und von uns gethan iſt, ferner die Dörfer und Hufen, welche der Kirche in Brandenburg von den Landes­» fürſten gegeben worden find oder noch werden gegeben werden: »ich meine die Dörfer Thuͤre, Tremmen, Mutzkow(Moͤtzow), außerdem alle kirchlichen Rechte, welche die Kathedralkirche »in Brandenburg billig haben muß; ingleichen daß der vor­

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4»genannte Orden der Praͤmonſtratenſer im Beſitze derſelben A» Kirche unausgeſetzt verbleiben ſolle, das verheißen wir ihm »kraft unſerer Macht und kraft der des gottſeligen Petrus. ;»Und wofern Jemand ſich unterfinge, dieſe Anordnung zu ver

letzen, fo ſoll er durch die Feſſel des Bannfluches immer )»und fo lange gebunden bleiben, bis er andres Sinnes wird. JGeſchehen zu Magdeburg, im Jahre der Fleiſchwerdung des »Herrn 1161, in der neunten Indiction. Zeugen dieſes find: .»Arnold, Abt zu Nienburg, Hazeko, Decan der Domkirche »zu Magdeburg, und die ganze Magdeburgiſche Geiſtlichkeit, »Balderam, Propſt des Kloſters der gottſeligen Maria zu Magdeburg, Reiner, Propſt in Leizkau, mit denjenigen ſei­»ner Kloſterbrüder, welche hierbei perſoͤnlich zugegen geweſen

» find, Konrad, Propſt von Halle, Eckehard, Propſt zu Klo­

|»ſter Bergen, der Markgraf Albrecht und deſſen Söhne Otto

und Albrecht, die Markgrafen Otto und Theodorich, die

|» Grafen Heinrich und Dedo, Söhne des Markgrafen Konrad,

|» Burchard, Burggraf von Magdeburg, Burchard, Graf von

.»Falkenſtein, Graf Baderich und die Miniſterialen der Kirche

»zu Magdeburg, Richard, Gernoth, Konrad und viele andere mehr.«

Damit war nun die Anſtalt erſt wirklich gegründet; aber nach

der Brandenburg konnte ſie noch immer nicht verlegt werden,

weil zu dieſem Behufe erſt die Domkirche(die Petrikirche)(H

.) Man waͤhne ja nicht, daß damals ſofort auch der jetzige Dom, die

Petri⸗Paulskirche, erbauet worden ſei. Dem widerſpricht ausdruͤck­

lich Wilmar(ſ. Gercken S. 358. Cathedralem ecelesiam. B. Petri

abostoli Lalſo die Petrilirche) in Brandeburch, longo tempore di­7