97
»Reez, Wieſenburg, Belzig, Moͤrz, Niemeck, Juͤterbog. Dies »Alles, was mit Hinzuziehung jener hochweiſen Männer an— » geordnet und von uns gethan iſt, ferner die Dörfer und „Hufen, welche der Kirche in Brandenburg von den Landes» fürſten gegeben worden find oder noch werden gegeben werden: »ich meine die Dörfer Thuͤre, Tremmen, Mutzkow(Moͤtzow), „außerdem alle kirchlichen Rechte, welche die Kathedralkirche „»in Brandenburg billig haben muß; ingleichen daß der vor
| | | | ]
4»genannte Orden der Praͤmonſtratenſer im Beſitze derſelben A» Kirche unausgeſetzt verbleiben ſolle, das verheißen wir ihm »kraft unſerer Macht und kraft der des gottſeligen Petrus. ;»Und wofern Jemand ſich unterfinge, dieſe Anordnung zu ver—
„letzen, fo ſoll er durch die Feſſel des Bannfluches immer )»und fo lange gebunden bleiben, bis er andres Sinnes wird. J„Geſchehen zu Magdeburg, im Jahre der Fleiſchwerdung des »Herrn 1161, in der neunten Indiction. Zeugen dieſes find: .»Arnold, Abt zu Nienburg, Hazeko, Decan der Domkirche »zu Magdeburg, und die ganze Magdeburgiſche Geiſtlichkeit, »Balderam, Propſt des Kloſters der gottſeligen Maria zu „Magdeburg, Reiner, Propſt in Leizkau, mit denjenigen ſei»ner Kloſterbrüder, welche hierbei perſoͤnlich zugegen geweſen
» find, Konrad, Propſt von Halle, Eckehard, Propſt zu Klo
|»ſter Bergen, der Markgraf Albrecht und deſſen Söhne Otto
„und Albrecht, die Markgrafen Otto und Theodorich, die
|» Grafen Heinrich und Dedo, Söhne des Markgrafen Konrad,
|» Burchard, Burggraf von Magdeburg, Burchard, Graf von
.»Falkenſtein, Graf Baderich und die Miniſterialen der Kirche
»zu Magdeburg, Richard, Gernoth, Konrad und viele andere mehr.«
Damit war nun die Anſtalt erſt wirklich gegründet; aber nach
der Brandenburg konnte ſie noch immer nicht verlegt werden,
weil zu dieſem Behufe erſt die Domkirche(die Petrikirche)(H
.) Man waͤhne ja nicht, daß damals ſofort auch der jetzige Dom, die
Petri⸗Paulskirche, erbauet worden ſei. Dem widerſpricht ausdruͤck
lich Wilmar(ſ. Gercken S. 358. Cathedralem ecelesiam. B. Petri
abostoli Lalſo die Petrilirche) in Brandeburch, longo tempore di7