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191 mas von Aquino(ſt. 1271), den ſich bekanntlich die Dominicaner zu ihrem Vorbilde erwaͤhlt haben. Einige Jahre ſpaͤter (1306) ertheilte der Magiſtrat den Moͤnchen die Erlaubniß, auf dem ihnen von Otto'n geſchenkten Platze auch Wohnhaͤuſer bauen und dieſelben vermiethen zu koͤnnen, unter Befreiung von den damals gewöhnlichen ſtaͤdtiſchen Laſten, vom Schoſſe, den Wach— dienſten()(z. B. an den Thoren) u. ſ. w. Auch das an dieſes Kloſter angrenzende, mit ihm gewiſſer Maaßen zuſammen— haͤngende St. Spiritus-Hospital beſtand ſchon; ob bereits als Hospital? iſt zweifelhaft; in den Urkunden heißt es immer:»das Haus St. Spiritus.« Otto der Lange bedachte ſelbiges, man weiß nicht in welchem Jahre, mit einer jaͤhrlichen Rente von 2 Wispeln Korn aus dem Dorfe Stenow(27). Jetzt erſt tritt die Katharinenkirche kenntlich hervor: die große Glocke, welche ſich vor dem Einſturze des Thurmes(1582) auf demſelben be— fand, führte die Jahreszahl 1287, zum Beweiſe, daß in dieſer Zeit die Kirche bereits vorhanden war. Daraus, daß jene Glocke 50 Zentner gewogen hat, kann man auf die Groͤße des Thurmes, und von dieſer wieder auf die Größe der Kirche und auf die Stärke der Gemeinde ſchließen(2). Nun(1281) kommt auch ein Pfar— rer(plebanus) und zwei Capellane vor(). Das Patronats— recht behielten die Markgrafen bis 1305, wo Hermann II.— fein Vater war 1298 geſtorben— dasſelbe zum Heile feiner und feiner Vorgänger Seelen an das Domcapitel abtrat(3). Jaͤhrlich ward die Kirche vom Biſchof viſitirt, wofuͤr ſie demſelben immer eine Geldſumme zu entrichten hatte(5). War bereits eine Schule in ihrer Nähe angelegt, fo ging natuͤrlich das Patronats—
) S. die ungedruckte Urkunde im ſtaͤdtiſchen Archiv. ) S. die ſtaͤdtiſche Urkunde vom Jahre 1319, nach welcher Woldemar der Neuſtadt das Dorf Stenow verkauft.
) S. Gottſchling's Beſchreibung Brandenburgs S. 82. Fincke's Progr. a. a. O. S. 14.
) S. die ungedruckte Urkunde im Domarchiv. Copiar. anti. p. 33. ) S. Gercken's Stiftshiſtorie Nr. LXVXXIV. und die ungedruckte urkunde im Domarchiv. Copiar. nov. J. p. 58. u. 55. Falſch iſt hier nur das Jahr 1315.
S. die ungedruckte Urkunde im Domarchiv. Cop. nov. Vol. II. p. 158 b.
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