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eine Komödie. Sie heißt — natürlich — „Der Maulkorb“. Sie werden Sie noch in diesem Jahr sehen.
Auch unsere deutsche Klassik haben wir nicht vergessen. Wir bringen in dieser Spielzeit Friedrich Schillers „Don Carlos“.
Mit elf anderen Theatern gemeinsam beteiligen wir uns an einer Uraufführung. „Das Laternenfest“ des jungen Autors Hans Pfeiffer ist es, das die Aufmerksamkeit so vieler Theater zugleich auf sich gelenkt hat, und wir freuen uns, daß sich unser Theater daran beteiligen kann, halten wir dieses Stück doch für eines der besten, die in den letzten Jahren für das deutsche Theater geschrieben wurden.
Auch ein anderes Werk hat bei seinem Erscheinen alle Blicke auf sich gezogen. Die beiden Amerikaner Frances Goodrich und Albert Hackett dramatisierten das „Tagebuch der Anne Frank“, das in den vergangenen zwei Jahren seit seiner Uraufführung an Hunderten von Bühnen in allen Teilen der Welt unter großer Teilnahme der Menschen aufgeführt wurde. Sie werden es in dieser Spielzeit auch vom Landestheater Parchim sehen können. „Zum goldenen Anker“ heißt eine Komödie des bekannten französischen Dramatikers Marcel Pagnol. Sie werden sie am Ende dieser oder am Beginn der nächsten Spielzeit kennenlernen können. —
Für unsere Opernfreunde und die, die es sicher noch werden, haben wir zwei Opern im neuen Spielplan. In der vergangenen Saison sahen Sie Albert Lortzings „Waffenschmied“. Sicher hat Ihnen die Oper gefallen. Diesmal werden Sie eine andere Oper von Lortzing, den „Wildschütz“, kennenlernen. Von Wolfgang Amadeus Mozart bringen wir eine konzertante Aufführung seiner Oper „Figaros Hochzeit“. — Die Freunde der leichten Muse kommen auch nicht zu kurz. Ralph Benatzky, von dem Sie schon „Meine Schwester und ich“ kennenlernten, schickt diesmal sein „Bezauberndes Fräulein“ zu Ihnen.
„Ein Walzertraum“ von Oskar Strauß wird Ihnen sicher ebenfalls gefallen. Dann stellen wir Ihnen den Vater und Meister der Operette, Jacques Offenbach, vor. „Madame Favart“, sein vorletztes Werk, macht Sie mit seinem Schaffen bekannt.
„Muß das sein?“ fragen uns Erich Heller und Margret Gruchmann-Reuter. Glücklicherweise brauchen wir, unten im Parkett, nicht sofort zu antworten. Hier ist es der Titel eines musikalischen Lustspiels, und Lotte und Theo, die beiden „Helden“, werden erst einmal für sich selbst die Antwort suchen. Es kann ja sein, daß Ihre Antwort ähnlich ausfällt. Es wird sicher sehr amüsant. —
Eine ganze Menge haben wir uns vorgenommen, nicht wahr? Wir hoffen aber auch, daß wir Ihnen viele frohe und schöne Stunden mit unseren Theaterabenden bereiten werden. Das ist jedenfalls unsere Absicht. Wir freuen uns, wenn wir recht viele von Ihnen im Zuschauerraum wiederfinden werden. Denn Ihnen zur Freude spielen wir ja!
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