H.GIESE, WITTENBERGE
Die Entwicklung des Eisenbahnknotenpunktes Wittenberge
Fortsetzung
Die Kultur- und Bildungsarbeit wurde aber nicht vergessen
Die Laienspielgruppe „Schwarze Gesellen“ leitete das Jahr 1949 mit ihrer Beteiligung an dem Wiederaufbau der Strecke Pritzwalk-Meyenburg ein. Ob Junge oder Mädel, trotz Nässe und Kälte, alle waren dabei. Und diese gemeinschaftliche Arbeit und die daraus gewonnenen Erlebnisse ließen das selbstgeschriebene Stück „Im Anfang war die Tat“ bühnenreif werden.
Auf nach Berlin zum zentralen Wettbewerb des Laienspielschaffens!
Um die betriebliche Kulturarbeit zu fördern und zu entwickeln, rief die IG Eisenbahn mit Beginn des Zweijahrplanes zu einem Wettbewerb des betrieblichen Laienschaffens auf.
Im Februar 1949 wurden in den acht Reichsbahndirektionen die Bezirksund Ausscheidungswettbewerbe ausgetragen. Hieran nahmen 40 Laienspielgruppen, 12 Chöre und 24 Orchester sowie 8 Volkstanzgruppen teil. Hierbei wurde die Leistung der „Schwarzen Gesellen“ wieder herausgestellt.
Nach diesen beachtlichen Ausscheidungskämpfen winkte in Berlin der 1. Preis. Das war natürlich leichter gesagt als getan. Uber die Austragung des zentralen Wettbewerbes berichtete das Mitteilungsblatt für die Funktionäre der IG Eisenbahn „Der Eisenbahner“, Nr. 5, Jahrgang 3, Mai 1949: „Am 26. und 27. März wurde im Deutschen Theater in Berlin ein reges Treiben beobachtet. Rund 450 aktive Teilnehmer, die in acht Laienspielgruppen, vier Volkstanzgruppen, fünf Chören und fünf Orchestern mitwirkten, stellten ihre Leistungen zur Beurteilung einer sorgfältig ausgewählten Jury.
Beim Auftreten der Laienspielgruppe vom Bw Wittenberge spürte man am klarsten bei der Schilderung einer Hennecke-Leistung in ihrem selbstgeschriebenen Stück „Im Anfang war die Tat“, daß ein ganz neues Verhältnis der Arbeiter zur Arbeit in unserer Zone sich mehr und mehr durchsetzt.
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