Heft 
(1957) 9
Seite
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Das neue Schwimmbad in Putlitz

schüttelte 1910 zwar mit dem Kopf, als ihm imDampfroß" eine Kon­kurrenz aufwuchs, aber darum wurde die Bahn doch gebaut. Die Welt iäßt sich in ihrer Entwicklung nicht hemmen, auch nicht durch ein faschistisches System.

1945 schlug in den Maitagen die Todesstunde der verbliebenen feudalen Reste des Großgrundbesitzes. Neubauern übernahmen den aufgeteilten Feudalbesitz, ein Volksgut errichtete seine Betriebsamkeit auf dem alten, herrschaftlichen Boden. MTS, Zentralschule und Konsum tragen neues Leben in das Wirtschaftsgetriebe der Stadt. Im Hintergrund träumt die Burg. Die Mauerreste zerfallen. Sträucher und Bäume decken ihr Mahn­mal zu. Nur der Burgturm hebt sich noch aus dem Grün heraus. Keine Schuten treideln mehr die Stepenitz herauf. Aber das Flüßchen rauscht wie seit alters- vorbei an der Burg, vorbei an der Stadtmühle. Könnten die dunklen Wellen erzählen aus Schicksals- und leidgetrübten Tagen, was würden wir ihnen zuhorchen. Einmal aber soll das alles noch aufleuchten im Bilde und im Gedenken der Menschen, wenn die Putlitzer die Tage des tausendjährigen Bestehens ihrer Heimatstadt feiern.

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