Heft 
(1957) 9
Seite
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daß Feudalherren und Kirche nichts taten, was nicht ihren Interessen diente. Die WorteIch helfe Dir, weil Du ein Mensch bist, kommen aus dem Munde einer einfachen, armen Frau und werden an den gerichtet, der sie durch Verleumdung beinahe einer Hexenverfolgung auslieferte. Die Aufführungen unter Leitung von Walter Appelt waren eine recht acht­bare Leistung dieser erst mit der Arbeit beginnenden Spielschar. Viele der Spieler verfügen über Fähigkeiten, die es zu entwickeln lohnt.

Es zeigt sich also, daß in der Prignitz in wenigen Jahren etwas hier völlig Neues entstand und daß diese alljährlichen Aufführungen von Spielen aus der Geschichte der Heimat die begeisterte Zustimmung der Bevölkerung finden. Das Wesentliche aber scheint mir zu sein, daß dieses Neue nicht |?ine dilettantische Spielerei, sondern eine durch ernste Arbeit zu er­reichende, laienkünstlerische Leistung sein will.

ERNST STADTKUS, HEHFELD

2Daer ts fülwft

Schulten-Bur steiht up den Tritt, frühmorgens üm halw söß.

He deilt de Arbeit in:Johann un Paul jie föhrn hüt Meß!

Franz Bork un August loden up!

Marie geiht rut un brecht!

Nun hollt ran. und doht ok wat, damit daet Eten schmeckt.

Vor mi hewk nu kein Arbeit funn, seggt he, un drecht sick üm.

He bött de Piep sick an un schlarft vergnögt in d Kök herüm.

Sien Fru, de gnarrt:Wat fällt di in?

Wat sali ut d Wirtschaft wärn?

Ach Mudder brummt heschwieg man still, en Fuln kann d Bur ernährn.

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