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gleitung an einen, auf dem rechten Elbufer gelegenen, nicht näher bezeichneten Ort: allda ſaß eine Verſammlung von weltlichen Richtern, an ihrer Spitze der Edle, Walther von Arnſtein. Vor ſelbiger übergaben die beiden Bruͤder zur Beſtaͤtigung ihrer den Tag vorher gemachten Schenkung nochmals jeder beſonders und mit erklärter Einwilligung des andern über den Reliquien des heiligen Mauritius dem Erzſtifte das Eigenthum nicht bloß von Moͤckern und Steckby(bei Zerbſt), von ihrem Antheile an Zerbſt, ſondern auch von allen ubrigen Erbguͤtern ihres auf der rechten Seite der Elbe belegenen Herzogthumes. Über dieſe Beſitzungen wurde dem Erzſtifte auf ausdrückliches Verlangen der beiden Fürften von dem Richter Friede gewirkt; auch wieſen beide, theils ſelbſt, theils durch Bevollmaͤchtigte die Kirche und den Erzbiſchof in die bezeichneten Guͤter ein, mit all den Feierlichkeiten, welche nach Vorſchrift der Geſetze und nach landes üblicher Gewohnheit bei dergleichen Handlungen erforderlich waren. Endlich begaben ſich die beiden Furſten, begleitet vom Erzbiſchofe und von einem anſehnlichen Gefolge, in die Altmark, und ließen am 28. November bei Gardelegen durch ihren ordentlichen Vicegrafen in dieſer Gegend, den Grafen Heinrich von Dannenberg, ein gleiches Gericht halten, in welchem alles dasjenige, was bei Magdeburg in Anſehung der auf dem rechten Elbufer gelegenen Güter geſchehen war, in Bezug auf die ſaͤmmtlichen übrigen Erbbeſitzungen geſchahe. Die ganze Verhandlung ward beſtaͤtigt durch den damaligen Kaiſer Heinrich VI.(1190— 1197) den 9g. Juli 1197 auf ausdrücklichen Antrag des Markgrafen und ſeines Bruders, und abermals den 28. desſelben Monats, nachdem auch der Erzbiſchof darum gebeten. Merkwuͤrdiger Weiſe wird aber in dieſem letztern Beſtaͤtigungsbriefe mit einem Male der Zuſatz gemacht, daß die Brandenburgiſchen Fürften von dem Erzbiſchofe und von dem Magdeburgiſchen Domcapitel, von dem erſtern auf Treu und Glauben, von allen uͤbrigen eidlich, die Verſicherung erhalten hätten, daß ihnen nach Verlauf von einem Jahre und ſechs Wochen— die Zeitbeſtimmung fuͤr Jahr und Tag nach Saͤchſiſchem Rechte— von dem Erzbiſchofe oder deſſen etwanigem Nachfolger die uͤbereigneten Güter zurüc
gegeben und zu Lehn ertheilt werden, ferner daß dieſe Güter als