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und Erzkaͤmmerer aufgeführt, Zuerſt verſprach er den Altſtaäͤdtern ihre Privilegien zu beſtaͤtigen(1) und hielt kurz nachher dieß Verſprechen(2). In demſelben Jahre uͤberließ er ihnen die Muͤhlen auf dem alten Damme(2) ſammt dem Damme ſelbſt, mit dem hoͤchſten und niedern Gerichte, mit allen Nutzungen, Paͤch— ten und ſonſtigen Einkünften; die Bauern aber in all den Doͤr— fern, welche ſchon früher zum Bau des Dammes verpflichtet geweſen, ſollten es fortwährend bleiben und ſich davon nicht loͤfen koͤnnen. berdem ſchenkte er ihnen den Beezſee zwiſchen der Altſtadt und den Dörfern Riwent und Bagow mit allen uͤbri— gen Gewaͤſſern, welche ober- und unterhalb der Stadt einmuͤn—deten, mit voller Freiheit und dem voͤlligen Beſitze des oberſten und niedern Gerichtes bis zum Fluſſe Wozmok und bis zum Plauer Waſſer. Zu ſolcher Schenkung wurde der junge Mark— graf, wie es in der Urkunde heißt, dadurch bewogen, daß ſein Markgrafenthum von der Stadt Brandenburg den Urſprung genommen habe, daß in derſelben das Amt des 3 Erzkuͤmmerers des heiligen Roͤmiſchen Reiches, durch welches er Kurfuͤrſt hieße und wäre, eigentlich gewurzelt und dieſelbe auch durch den Sitz eines Bisthumes wurdiglich und loͤblich gezieret ſei, und daß ſie als das Haupt die übrigen Städte, gleichſam als Glieder, mit Rechten und mit der Norm, rechtlich zu leben, zufolge langer, , und vorgeſchriebener Gewohnheit begabt habe(1). 1321 befanı die Altſtadt vom Grafen Heinrich d. J. von Henz neberg, dem damaligen Vorſtande der Mark, die Heide bei Plaue, wie ſie der* r dieſer Burg beſeſſen hatte, von dem Damme an,
welcher an die Havel ſtoͤßt, bis zu den Grenzen der Stadt(6). Dieſe Schenkung bedurfte der markg raͤflichen Beſtaͤtigung: ſelbige
en erfolgte 1326. Das Jahr vorher iſt deßhalb bemerkenswerth, weil da die Gotthardskirche, d. h. der größere Theil derſelben, wie fie jetzt ſteht, erbauet worden iſt. Um dieß zu bewerkſtelli—
9 S. Hergen g.. M. H No. 86.
2) S. Gercken a. a. O. III. No. 22.
) Das wird inſonderheit die ſogenannte Burgmuͤhle geweſen fein,
) S. Fincke 1753. S. 6 ff. Gercken a. 4. O. No. 14. Buchholtz V. Anh. S. 40 f. an keinem Orte ganz diplomatiſch tren.
) S. Gercken 4. 4. O. No. 23., aus Verſehen auch No. 25.