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Geschichte der Kur- und Hauptstadt Brandenburg von den frühesten bis auf die neuesten Zeiten : Mit Benutzung des Stadt- und Stiftsarchives und anderer gedruckter und ungedruckter Urkunden / Von M. W. Heffter, Königl. Professor und Prorector am Gymnasio zu Brandenburg ...
Entstehung
Seite
215
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ſelben ſchützen wollten. 1338 ward dieſe Erbverbruͤderung er­neuert und auch die juͤngſten Brüder, Albrecht und Otto, darin aufgenommen. Daher kam es, daß im genannten Jahre Mark­graf Ludwig und Stephan in ihrem und im Namen ihrer uͤbri­gen Brüder der Alt- und Neuſtadt wiederholt verſprachen, ſie bei ihren Privilegien zu erhalten(). Doch fuhr Ludwig d.. fort, uber die Mark allein zu gebieten. So ſchenkte er 1311 dem Altare Johannis des Taͤufers in der Katharinenkirche, wel­cher den Kalandsbruͤdern zugehoͤrte, eine jährliche Rente aus ei­nem Havelwehre beim Dorfe Vheben(2); 1343 verpachtete er wieder einem gewiſſen Wolf die Münze auf 12 Jahre(2); fo dann bot er 1315 die Ausbeſſerung des Schmerdammes bei der Neuſtadt Brandenburg vor dem Lehninſchen Thore ſo hieß damals das St. Annenthor aus und forderte zugleich den Beitrag ein, welchen die Einwohner der Doͤrfer in der hohen und legen(niedern) Zauche dazu zu geben verpflichtet waren(); 1316 bedachte er wieder den Altar des heiligen Antonius in der Katharinenkirche mit reichlichen jährlichen Renten(), und 1347 gab er den Staͤdten der Mark, auch unſerm Brandenburg, eine Muͤnzordnung, aus welcher hervorgeht, daß hier ein Muͤnzmei­ſter geweſen, der nicht bloß Geld geſchlagen ſondern auch ge­wechſelt hat, und daß auch der Magiſtrat der Stadt über das Muͤnzweſen eine gewiſſe Aufſicht fuͤhrte(5).

Mittler Weile hatte ſich wieder zwiſchen beiden Staͤdten ein Zank erhoben um den Fiſch⸗ und Wochenmarkt. Sie wandten ſich wieder an die Magiſtrate in Berlin, Coͤln und Spandau; dieſe vereinigten fie 1312(9. Einen Zwiſt beider Staͤdte mit dem Domcapitel wegen eines Ackers bei Saringen(13414) legte

) Die urk. im ſtaͤdt. Archiv, gedruckt bei Buchholtz. V. Anh. No. 31.

und bei Gercken a. a. D. VIII. S. 401 f. No. 1I., beide Male

unvollſtaͤndig. 2) Die urk. im ſiaͤdt. Archiv. 3) S. Gercken a. a. O. 1I. No. 335.

) S. Gercken a. a. O. VII. No. 310.

5) S. Finde. 1750. S. 16. Not.

Die urk., ſchon mehrere Male gedruckt, auch im ſiaͤdt. Archiv. ) Die urk. im ſtaͤdt. Archiv.

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