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der Biſchof bei: in der betreffenden Urkunde kommen zum erſten Male Rathmeiſter(Bürgermeiſter) vor(I). Im Jahre 1316 wurde auf Befehl des Propſtes im Stifte durch den Domver— walter ein Prediger von dem neuſtaͤdtiſchen Kirchhofe weggeſchleppt. Da das dem Rechte des Magiſtrates widerſprach, ſo beſchwerte ſich dieſer deßhalb: die Sache wurde aber guͤtlich abgethan(2). Der Altar des heiligen Antonius ward das Jahr drauf mit einer jahrlichen Rente von den Fleiſchern(2) und das Kloſter der Prediger= Mönche in der Neuſtadt von dem Magiſtrate in Rathenow mit einer jährlichen Wein- oder Geldrente aus einem dortigen Weinberge begabt(9.
So feſt auch Kaiſer Ludwig bei ſeinen Lebzeiten glaubte, ſeiner Familie den Beſitz der Mark geſichert zu haben, ſo hatte er doch kaum die Augen geſchloſſen(1317), als ihr derſelbe ſehr ſtark gefährdet wurde: es erſchien im Lande der geſpenſtiſche ſogenannte falſche Woldemar. Das Ereigniß greift zu ſehr in die Geſchichte unſerer Stadt ein, als daß wir es hier nicht ſollten ausführlich erzählen; um es aber im Zuſammenhange darzuſtellen, muͤſſen wir auf Kaiſer Ludwigs Regierung zurückgehen. Dies ſer Herrſcher war von Anfang an vielen ſeiner Unterthanen und ſeiner Vaſallen ein Dorn im Auge geweſen, theils weil er wider ihren Willen zum Kaiſer gewählt war, theils weil er nicht ſelten bei ſeiner Laͤndergier mit zu offener Gewalt oder mit Intrigue verfuhr. Dadurch beleidigte er manchen der Fuͤrſten, un— ter andern den Boͤhmiſchen König Johann aus dem Luxenburgi— ſchen Hauſe(1311— 1316). Der hatte einen Sohn gleiches Namens und ſelbigen ſchon als ſiebenjaͤhrigen Prinzen mit der reichen Erbin des ſchoͤnen Kaͤrnthner und Tyroler Landes, mit Margarethen— ſie iſt in der Geſchichte(wegen ihres großen Mundes) unter dem Beinamen Maultaſche bekannt— verlobt, ihm auch die Nachfolge in jenen Ländern zuſagen laſſen. Als aber ihr Vater ſtarb, ſo verlieh Ludwig, dem allerdings als
19. Vgl. 1750. S. 16. Not.
S. Fincke. 1749. S. ) S. Finde, 1749. S. 19. . S. 16. Not.
S. Fincke. 1752 7
Die Urk. im ſtaͤdt. Archiv.