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ſchon wuſte), Tremmen, Zachow, Bukow, Schmerzke nebſt allen daher oder ſonſt noch woher zu beziehenden Einkuͤnften(1). Von der Altſtadt berichtet es, daß ſie gar keine Bede gäbe(ſeit 1295)(2); daß fie beſaͤße 1) das Dorf Neuendorf mit 20 Hufen, von denen der Schulze zwei haͤtte, der übrigens verbunden ſei, ein Lehnpferd oder 10 Schilling zu geben; jeder Bauer zahle Pachtzins und Bede 4 Schilling; der Koſſaͤtenhaͤuſer wären 6, davon aber zwei unbewohnt; zu einem Altare in Brandenburg gehörte ein Fiſchwehr; 2) das Dorf Brilow mit 35 Hufen, von denen der Pfarrer zwei hätte: zum Pacht und zur Bede gaͤben ſie 1 Schfl. Korn, 4 Schfl. Gerſte, 4 Schfl. Hafer und 3 Schiluse; der Koſſaͤten wären 8, deren jeder ein Huhn lieferte(2).
er Neuſtadt gehörte Planow(damals ſchon wuͤſte) und Klein—— mit 18 Hufen, von denen drei der Pfarrer beſaß: es zahlte an Abgaben jährlich IL Stücke(I). Aus Roskow bezog nach eben dem Landbuche der Magiſtrat von 13 daſelbſt befind— lichen Hufen von jeder 6 Schilling, aus Peweſin 3 Stück und 4 Schilling, aus Guten Paaren die Bede von 8 Hufen, aus Zachow einen Theil der Bede von 5 Hufen: 30 Schilling(5). Unter den geiſtlichen Inſtituten in der Stadt, die mit ihren Einz kuͤnften aufgezählt werden, iſt bemerkenswerth, daß das Jakobs: hospital damals eine jährliche Getreiderente aus Groß-Kreuz bezog(6). uͤberdem geht aus den Angaben bei den einzelnen Dörfern hervor, daß zu jener Zeit viele Brandenburger Buͤr— ger auf den umliegenden Ortſchaften Geld- oder Getreidepaͤchte zu ſtehen hatten, was auf die Wohlhabenheit derſelben ſchließen laͤßt(). Mehrfaͤltig kommt der Schulze von der Neuſtadt vor:
I) S. Landbuch S. 116 ff.
2) Vgl. oben S. 188.
35 S. Landbuch S. 123 f. Das Dorf oder der Hof Goͤrne iſt nicht aufgefuͤhrt.
) S. Landbuch a. a. O. vuͤſte Mark Stenow und Cracow wird nicht erwaͤhnt.
5) S. Landbuch S. 117. 131. 132.
56) S. Landbuch S. 149.
7) Finde(1750. S. 3 f. Not. e.) hat nur einen mangelhaften Auszug gegeben.
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