226 er bezog aus dem Dorfe Etzin 10 Stück(1), der Schulze aus der Altſtadt dagegen 2 Pfund aus Zuchdam und hatte von denen von Alvensleben das Dorf Schmoͤlln, vom Biſchof und vom Domcapitel das Dorf Weſeram zu Lehn(*).
Karl IV. genügte es indeſſen bald nicht mehr, feinem Sohne Wenzel die Kurwuärde und den Beſitz der Mark verſchafft zu has ben: er wuͤnſchte ihn auch zu feinem Nachfolger in der Würde eines Deutſchen Kaiſers zu erhalten, und 1376 brachte er es wirklich dahin. Darauf beſtaͤtigte Karl IV.(1376) und König Wenzel(1377) dem Domſtifte hieſelbſt ſeine Privilegien und Markgraf Sigismund die der beiden Städte(2). In dieſem Jahre kommt auch zum erſten Male die große Muͤnzenſtraße unter dem Namen der»alden Munter-Strate« in einer Urkunde vor(4). Mittler Weile war die Domkirche fo baufaͤllig geworden, daß fie nothwendig einer Reparatur bedurfte: mit Genehmigung des Capitels verwandte der Biſchof zu dem Zwecke die Ein: künfte der Kirche in Mittenwalde und erklärte in einem beſondern Erlaſſe, daß er kuͤnftig bei der Kirchenviſitation jedesmal mit 4 Mark zufrieden fein wollte(1377). In demſelben Jahre ſchrieb Karl eine außerordentliche Landbede aus in der Mark, zu welcher die Neuſtadt Brandenburg— die Altſtadt war auch von dieſer frei— 300 Mark beitrug, Berlin aber 500, eben fo Frankfurt(), woraus man auf die damalige relative Groͤße dieſer Städte ſchließen kann. Die Vereinigung der Mark mit Boͤhmen, die mit der Zeit auch fuͤr den Verkehr auf der Havel von Nutzen haͤtte werden koͤnnen, hob er wegen Familienverhaͤltniſſe wieder auf(1377), obſchon ſein kaiſerliches Wort ſie auf immer zugeſagt hatte. In Folge deſſen bekam Koͤnig Wenzel Böhmen und Schleſien und trat in Kurzem nach dem Tode Karls(1378) Reihe der Deutſchen Kaiſer ein; Sigis
die mund, zweite Sohn, erhielt die Mark Brandenburg, und
) S. Landbuch S. 120. S. Landbuch S. 121. 124. 118. 128. S. Gercken. S. 177., der auch zum Folgenden die noͤthigen Be laͤge gibt.
) S. Fincke. 1752. S. 5
) S. Landbuch S. I