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Geschichte der Kur- und Hauptstadt Brandenburg von den frühesten bis auf die neuesten Zeiten : Mit Benutzung des Stadt- und Stiftsarchives und anderer gedruckter und ungedruckter Urkunden / Von M. W. Heffter, Königl. Professor und Prorector am Gymnasio zu Brandenburg ...
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und Kurfuͤrſt von Brandenburg war(1). Dagegen ſchloß dies ſer wieder mit Wenzeln den Erbvertrag, daß nach ſeinem Tode die Mark an Wenzeln und deſſen Nachkommen oder Erben fallen ſollte. Dieſes Alles ungeachtet dauerte die Verpfaͤndung des Landes und die Vorſteherſchaft Wilhelms des Einaͤugigen bis ins Jahr 1398 hinein(2): da ſcheint Jobſt erſt ſeine Schuld abge­tragen zu haben. Von nun an greift dieſer auch wieder ein in Brandenburgs Geſchichte: er verkaufte nämlich in dem Jahre der Neuſtadt die Dorfſtaͤtte Juresgraͤben(2)(Joͤrgens-, Jür gensgraͤben, heut zu Tage das Vorwerk Goͤrresgraͤben). Das angegebene Jahr iſt auch noch darum bemerkenswerth, weil in demſelben der Magiſtrat in beiden Städten einen Verein auf ge­genſeitige Kriegsruͤſtung machte, dergeſtalt, daß, wenn auf das Gebot des Landesherrn oder des Krieges wegen Gewappnete ges ſtellt werden mußten, die Altſtadt einen und die Neuſtadt zwei Mann liefern ſollte. In gleichem Verhaͤltniſſe ſollte es mit der Beute und mit dem Schaden gehalten werden(I). Man mag hieraus erkennen, wie ſchon damals die Neuſtadt um noch ein mal ſo groß war als die Altſtadt. Das Jahr darauf verlieh Jobſt dem Klaus Baroch und ſeinen beiden Soͤhnen als Lehn das Schulzenamt in der Neuſtadt mit allen Guͤtern und mit allem Nutzen und Zubehoͤr, zu richten in der Stadt, als das der beſagte Klaus bisher gehabt hatte, doch unbeſchadet des ober ſten Gerichtes, das Jobſt ſich vorbehielt(s). Wahrſcheinlich war alſo das letztere mittler Weile wieder eingeloͤſt worden. Die Altſtaͤdter lagen unterdeſſen mit ihrem Schulzen Rauch noch im mer im Streit. Jobſt ſuchte fie(1399) wiederholt zu vereini gen; doch ſcheint ſich der Zwiſt bis 1403 fortgeſchleppt zu ha

) Vgl. Lancizolle a. 4. O. Not. 39. Wohlbruͤck's Geſch. des Bigth. Lebus. II. S. 98.

2) Kloͤden. a. D. J. S. 370. gibt das Jahr 1396; allein dem wider­ſprechen die Urkunden.

3) Die Urk., im Stadtarchiv. Die Angabe bei Fincke a. a. O. S. 10.

iſt falſch.

Die urk. im Stadtarchiv(vgl. Finde 4. 4. O. S. 11.) und im

Staatsarchiv. Kaſten 373. No. 24.

) Die Urkk. im Stadtarchiv.

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