reichte nur noch für eine Büdnerstelle in Henningsdorf bei Berlin, wohin er verzog. Hier verzehrte er den Rest seines Vermögens und verstarb einsam und verlassen im hohen Alter und, wie man behauptete, in der größten Armut. Milde Gaben an Speisen sollen ihn nur noch gesättigt haben. — Für die Bückwitzer Bauern wirkten sich die Steinschen Reformen jedoch erst 1817 mit der durchgeführten Separation aus, und damit erfolgte auch die Ablösung der Hofdienste. Das Patrimonialgericht bestand trotzdem noch bis 1849.
Von der Herrlichkeit des Bückwitzer Rittergutes ist so gut wie nichts bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben. Nach dem Verzüge Clausius’ wechselte das Gut mehrmals den Besitzer, doch keiner konnte trotz günstiger Wirtschafts- und guter Bodenverhältnisse darauf bestehen. Im Jahre 1828 erwarb der damalige Eigentümer des Rittergutes Metzelthin, von Winterfeld, den Bückwitzer Besitz und schlug diese Ländereien den seinen zu, um nunmehr alles gemeinsam von Metzelthin aus zu bewirtschaften. In Bückwitz verblieb zunächst nur eine Meierei, bis im Jahre 1852, durch Blitzschlag verursacht, der größte Teil der Wirtschaftsgebäude niederbrannte. Die noch erhalten gebliebenen Stallungen kennen alsdann im darauffolgenden Jahr zum Abbruch und wurden halbwegs nach Metzelthin auf der Anhöhe als Vorwerk, der „Bau“ genannt, wieder aufgebaut. Um jedoch den bäuerlichen Fluch zu bannen, der nach Meinung der Bückwitzer auch nach Clausius’ Tod immer noch auf der Zwingburg, dem Clausiusschen Herrenhause, lastete, kam man im Jahre 1840 überein, das einstmals so feste und vornehme Gebäude kurzerhand abzureißen.
So endete die Clausiussche Despotenzeit, aus der sich die Bückwitzer im Dorfkrug und in den Spinnstuben jahrelang die schauerlichsten Geschichten erzählten. In den Schummerstunden traten dann auch wohl die Kinder bettelnd an die Großmutter heran, an sie, die so gut erzählen konnte, und wollten das ihnen längst bekannte Märchen von dem grausigen Gutsherrn und dem verwunschenen Schlosse, das einstmals im Dorfe stand, immer' und immer nochmals wieder hören. Doch auch diese Zeiten der Schummerstunden sind längst vorbei, und von den Bückwitzern wird heute kaum noch jemand etwas davon wissen, wie einst ihre Vorfahren mit dem „Spanischen Mantel“ und der „Fiddel“ zum Gaudium des Feudalherrn und zum Gespött seines Gesindes die Dorfstraße auf- und abtraben mußten. Keine Sage und keine Überlieferung, nichts ist geblieben, lediglich im Namen des Gehöfts „Clausiushof“, das heute zur Gemeinde Groß-Derschau gehört, ist der Name des Mannes erhalten geblieben, der Bückwitz und die weitere Umgebung 35 Jahre lang in Angst und Schrecken versetzte.
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