190
Weber Land und Meer.
Hand ein Gesäß mit geweihtem Wasser tragend, in der andern ein blitzendes Schwert, in das Schlafgemach des Sohnes und der Schwiegertochter. Beide waren vom Schlaf der Stunden vor Mitternacht befangen.
So trat Wieray zu Häupten der Lagerstätte und that, wie ihm der Melik geboten.
Ein Schrei entschlüpfte Fatimas Lippen, und züngelnd schoß eine Schlange empor, dem Haupte Sahaks sich zuwendend. Doch schon schwang Wieray sein Schwert, hoch- auf spritzte ein Strahl schwarzen Blutes, und der Kopf der Schlange flog gegen die Wand.
Damit war der böse Zauber gebrochen und Fatima erlöst.
Im Hause Betzlarjans aber herrschte fortan nur Friede und Freude. Alle Unternehmungen glückten, das Vieh gedieh
19. März dieses Jahres von Mr. Perrine auf der Lick- Sternwarte in Kalifornien entdeckt. Am 21. März wußten es bereits sämtliche Sternwarten Europas, und man beeilte sich, zu Zwecken der Bahnberechnung des Kometen ihn sorgfältig zu beobachten. In Hamburg waren es vr. R. Scharr und I)v. H. Ludendorff, in Kremsmünster Professor § I. Schwab, in Kopenhagen C. F. Pechule, in Bamberg Vv. Hartwig, in Wien vr. I. Bidschof, in Straßburg ^ Cobold und in Pola Stockert, die den Kometen beobachtet und die Resultate der Beobachtung sofort bekannt gegeben hatten. Alle stimmten darin überein, daß die Helligkeit sehr bedeutend, die Geschwindigkeit eine relativ be
trächtliche war. Nur in der Angabe des Schweifes gingen ! viele auseinander. In Hainburg wurde seine Länge zu
Die Dahn des neuen Kometen in ihrer Lage zur Erdbahn.
Entworfen nach den Bahnelementen der Wiener Sternwarte von Josef R. Ehrlich.
o xvo v
vortrefflich, und die Früchte des Feldes trugen hundertfältig. Sahak und Fatima aber sahen Kinder und Kindeskinder um sich her erblühen und erfreuten sich eines reich gesegnete!: Alters.
Der neue Komet.
Beginn des Frühlings 1898 verfolgen die Stern- warten diesseits und jenseits des Ozeans einen Kometen, der den Erdbewohnern gewiß als prächtiges Phänomen erscheinen würde, wenn die Erde gegenwärtig etwa dort stünde, wo sie in: Juli sich befindet. Jetzt kann man den Kometei: mit einem einfachen Opernglas im Sternbilde der „Andromeda" erspähen. In: Fernrohre zeigt er einen sternartigen Kern, der einen gestreckten Schweif von einem Grad Länge nach sich zieht. Der Komet wurde am
M/z Bogeuminnten angegeben, während Or. Hartwig am Heliometer der Sternwarte n: Bamberg die Länge des Schweifes mit 1 Grad und dessen Breite am Kopfe mit 2 Bogenminuten taxierte. Ja, auf einer uud derselben Sternwarte, wie zum Beispiel in Wien, haben zwei Astronomen verschiedene Angaben über den Schweif gemacht. 1)r. Bidschof sah ihn am Aquatorialcoude 10 bis 12 Bogen- minuteu lang, während Dr. Holitschek an einem kleineren Fernrohr, einem sogenannten „Sucher", den Schweif als 1 Grad lang bezeichnete. Aus den zahlreiche!: Beobachtungen leiteten dann die Astronomen unabhängig voneinander die Bahu- elemente des Kometen ab, die nur, unwesentlich voneinander abwichen. Endgültiges hierüber lieferte die Zentralstelle in Kiel in ihrem Zirkular Nr. 4 von H. Kreutz.
Wir entnehmen daraus, daß der Komet ungefähr zwei Tage vor seiner Entdeckung, das ist am 17. März, 10 Uhr