Teil eines Werkes 
Teil 1 (2005)
Entstehung
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Auswertung

3 Auswertung

3.1 Darstellung der Ergebnisse

Im Folgenden werden zu den einzelnen Aufgaben die Ergebnisse der statistischen Auswer­tung, beobachtete Lösungsstrategien sowie häufig aufgetretene Fehler dargestellt und ınter­pretiert.

Aufgabe 1

1.1 Wozu brauchst du Geld bzw. wozu brauchen deine Eltern Geld?

Zunächst schauen wir uns einmal an, wie viele Beispiele die Kinder genannt haben. Dabeı haben wir uns an den oben genannten Kategorien orientiert, auch wenn ein Kind also mehrere Dingezum Essen nannte, wurde dies als ein Beispiel gezählt. Zwei oder mehr Beispiele dafür, wozu man Geld benötigt, konnten 69%(selbst) bzw. 71%(Eltern) der Kinder nennen. Nur wenige Kinder waren nicht in der Lage mindestens ein Beispiel zu nennen, wozu die El­tern Geld benötigen, der Prozentsatz der Kinder, die kein Beispiel dafür nennen konnten, wo­zu sie selbst Geld benötigen, war deutlich höher(siehe Abbildung 1 a).

Wozu brauchst du Geld?

Relative Häufigkeit

3 oder mehr

3 oder mehr

Anzahl verschiedener Beispiele Anzahl verschiedener Beispiele

Abbildung la Abbildung 1b

Betrachtet man die genannten Beispiele, so ist auffallend, dass alle Kinder"zum Einkaufen" sagten und dabei das Einkaufen von Lebensmitteln("zum Essen kaufen") fast immer zuerst nannten. Festgehalten werden muss, dass die Frage 1.1(Wozu brauchst du Geld?) häufig ge­nau so wıe die Frage 1.2(Wozu benötigen deine Eltern Geld?) von den Kindern aufgefasst wurde. Beispiel: Die Kinder allein werden keine Nudeln kaufen. Dies wird auch an der Form der Diagramme(Abbildungen 2a und 2b) deutlich, die auffallend übereinstimmt. Eine deutli­che Abweichung gibt es lediglich bei den Genussmitteln, die von Kindern als Süßigkeiten deutlich häufiger eingekauft werden als von den Eltern, bei den Spielwaren, die für die Kinder in ihren Augen offensichtlich wichtiger sind als für die Eltern, und bei dem Punktsonstiges, wo bei den Ausgaben der Eltern solche Dinge wie z.B. Auto, Haus, Strom bezahlen genannt wurden. In einer Klasse wurde bei der Beantwortung dieser Frage häufiger vomSparen gesprochen. Vereinzelt wurde festgestellt: Mit Geld kann man rechnen. Und wir haben in einer Klasse drei Mädchen angetroffen, die sagten, dass sie noch nie im Leben Geld gebraucht hätten. In der Berliner Klasse mit hohem Ausländeranteil hatten die Jungen deutlich häufiger mit Geld Berührung als die Mädchen.

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