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3. Möglich sind einzelne. seiner neuen Vermuthungen über die Aufenthaltsorte Jakobs auf seinem Heimwege. Die Stadt, vor welcher derselbe verweilte, als ihn das Unglück mit Dinah traf, war nach seiner Meinung Salem, eine Stadt des Herrschers Sichem‘'). El-Bet-El hält er für einen Ort ausserhalb der Stadt Bet-El, ehemals Lus?). Ausserdem gab es nach ihm noch ein zweites Bet-E1(1. Mos. 35, 15), ein freier Platz, von den früher genannten Orten verschieden).
C. Sprachwissenschaft.
Im Bereiche der hebräischen Sprachwissenschaft (Grammatik im weiteren Sinne) steht RSBM auf der Höhe seiner deutschen und nordfranzösischen Zeitgenossen. Dass ihm, dem gefeierten Talmudisten, alle im Zalmud vorkommenden Anfänge grammatischer Wissenschaft*), wie seinem Grossvater, hinreichend bekannt waren, bedarf einer besonderen Hervorhebung wohl nicht. Mit der Massorah war er, wie Rascmı und die anderen Gelehrten seines Kreises, gleichfalls vertraut; die Zeichen hiervon werden uns im Folgenden noch begegnen. SaAADıa’s arabisch verfasstes Bibelwerk und grammatische Abhandlungen waren ihm freilich der fremden Sprache wegen unzugänglich wie die exegetischen und sprachwissenschaftlichen Schriften der meistentheils arabisch schreibenden Glaubensgenossen in Babylon, Nordafrika und Spanien; aber wir haben gesehen, dass er MEnAcCHEM und DUNASCH nicht allein gekannt, sondern in noch höherem Masse als sein Grossvater zufolge anderweitiger Belehrung durch fortgeschrittene Erkenntniss übertroffen hat, wie wir im Besonderen noch zeigen werden. Um eine bestimmtere Vorstellung von seinem sprachwissenschaftlichen Standpunkte zu ermöglichen, wollen wir die in seinen Commentaren zerstreuten Aeusserungen und Lehren geordnet zusammenstellen und zwar so, dass wir zuerst die hebräische Sprachlehre(Grammatik im engeren Sinne), und sodann die
1) So erklärt er DW. VY DW ı. Mos. 33, 18(ob. S. 4E,A.23):
?) Zu 1. Mos. 35, 7; vgl. zu 28, 19.
3) Zu 1. Mos. 35, 8. 9. Vervollständigt nach d. Hdschr. lautet der Comm. zu V. 8 ram bar annıma apyv bmw mmpan baw 135 NoN ana xD-M3a ON ‚man no. be ma ba nnd na bw my 0. abe) DIR NT ON DN MID RB 55y bun mnaN anb ma my ap bN Dinb am ana wm dx ma. Vgl. ob. S. 34 A. 4,u. 5, 41 A. I.
4) Ueber dieselben s, A, BERLINER, Beträge zur hebr. Gramm. in Talmud
und Midrasch, Berlin 1879.