Heft 
(1956) 11
Seite
335
Einzelbild herunterladen

\ t

wieder markgräflich, die bayrischen Markgrafen gaben es an die mit ihnen aus Bayern gekommenen Rohr, die ja auch auf der nahen Meyenburg saßen. Die Rohr waren es, die an der Stelle der Burg das Alte Schloß bauten.

Burg Fretzdorf war die Grenzburg des Landes Kyritz gegen die Meck­lenburger jenseits der Dosse, vor 1307 war der markgräfliche Vogt von Kyitz hierher übergesiedelt. Die Burg lag wie es sich gehört, dicht an der Dossebrücke. 1438 gab Kurfürst Friedrich II. die Burg mit fünfzehn Dörfern dem Bischof, 1439 wurde sie zerstört, wohl von den Mecklenburgern, der Bischof belehnte die von Warnstedt mit Fretzdorf (Frederikesdorp), welche bischöfliche Vögte wurden und die Burg wieder auf'bauten, sie stand noch nach 1500. An ihrer Stelle steht heute das Schloß. Stüler hat es 1835 um­gebaut, es ist aber inzwischen bis zur Unkenntlichkeit modernisiert.

Seit 1400 wurden durch die neue Waffe, die-Kanone, alle Burgen militärisch wertlos. Indessen konnten die Nachkommen der alten Burgherren noch 500 Jahre lang als Grundherren ein arbeitsloses Leben führen.

MaasM

|ä|ssj^||pgg

iliiiilB

impi

iiasii

pH

#|plpPt

> v ~+.si

ry r v ''' - w ^

illfM

wmM

IMS

(RSÄ

VS

Foto: A. Hoppe

Vom Orkan gebrochen

DieVölkerschlachteiche von 1813 am alten Rathausaal in Perleberg

335