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Effektivität und Effizienz kriminalpolizeilicher Organisationsformen auf Zeit : mit weiteren Beiträgen von Erich Philipp und einer Arbeitsgemeinschaft an der Polizei-Führungsakademie (Münster) unter Leitung von Wolfgang Stein / Heinz Büchler ...
Entstehung
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Andere selektierten die Ermittlungsteams, Ermittlungsgruppen und AGen, so daß schließlich nur noch

Soko und BAO als Projektgruppen

gemeldet wurden.

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme sind deshalb mit Unsicherheiten behaftet und letztlich nur als Schätzzahl brauchbar.

Betrachtet man alle Arten von Projektgruppen, so dürfte die Zahl der tat­sächlich eingerichteten Organisationseinheiten im_Erhebungszeitraum (1990/91) bei einer oberen Grenze von ca. 1.500 liegen.

Betrachtet man dagegen ausschließlich die Anzahl der Organisationseinhei­ten, die der zugrundeliegenden Definition einer Soko entsprechen, so dürfte sich die Zahl der relevanten Projektgruppen erheblich unter 1.000 einpendeln.

Wie aus o.a. Übersicht hervorgeht, wurden, bezogen auf 1.069 gemeldete Projektgruppen,

617 Projektgruppen dienststellenintern, 384 Projektgruppen dienststellenübergreifend und weitere 68 Projektgruppen länderübergreifend eingerichtet.

Anlaß für die Einrichtung einer Projektgruppe war in 5 Fällen eine Geisel­nahme, in 9 Fällen eine Entführung in 303 Fällen Kriminalitätsschwerpunkte sowie in weiteren 393 Fällen sonstige Straftaten. Bei ca. einem Drittel der Fälle war die Projektgruppe/Soko eine Mordkommission.

Innerhalb eines Zeitraumes von 14 Tagen wurden 324 Projektgruppen abge­schlossen, bis zu immerhin einem Monat liefen weitere 165 Projektgruppen. 203 Projektgruppen liefen über einen Zeitraum von drei Monaten und 151 über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten. Bis zu einem Jahr liefen noch 123 Projektgruppen, 92 länger als ein Jahr. In bis zu 366 Projektgruppen dürften somit Abordnungsprobleme der Mitarbeiter aufgetreten sein.