schickt mir die über „Graf Petöfy" erschienenen Kritiken, — alles jammervoll, das Lob öde, der Tadel unsinnig, böswillig. O Kritik in Deutschland, im Lande der Kritik! — Besuch von Herrn Hofschauspieler Müller. — Brief von Frl. Clara Meyer; sie ist zu dumm; Lehndorff ist gerechtfertigt, daß er sie nicht geheiratet hat; er brachte wohl auch nicht viel mit. — Am 22. Besuch von Onkel Scherz.
23. Januar, Freitag.
Gearbeitet: Korrektur. An W. Hertz geschrieben. Emilie macht einen Besuch bei Frau Professor Lazarus. Gelesen. Abendspaziergang. Brief an Oberamtmann Steinlein und Professor Lazarus.
24. Januar, Sonnabend.
Gearbeitet: Korrektur. Karte von A. Menzel, Rütli fällt aus. Besuch von Oberamtmann Steinlein; hat natürlich ein Stück verbrochen und noch dazu „Düweke". — Viele Stunden lang in Holbergs dänischer Geschichte gelesen; diese alten Geschichtsschreibungen sind interessanter als die neuen und werden sie überleben.
25. Januar, Sonntag.
Karte von Friedel aus Jena. Langer Tiergartenspaziergang am Vormittag und Nachmittag: Theo und Meta bei Sternheims zum Geburtstagsdiner. Emilie und Meta am Abend bei Müller-Grotes; ich zu Haus. — „Düweke" gelesen. An Ob.-Amtmann Steinlein und Herrn Hertz geschrieben. Kamerun-Studien.
26. Januar, Montag bis Sonntag.
8. Februar.
Während dieser vierzehn Tage führe ich die Korrektur meiner Novelle weiter. Am 31. geben die „Zwanglosen" ihr großes Fest im Englischen Hause: Ouvertüre, Singspiel, Toaste, Tanz; alles in allem sehr gelungen. Am 6. Februar
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