Das Beobachten und Schlüsseziehen ist, wie Du weißt, meine Wonne.
ii. 6. 8z. Briefe an Familie II, zi
Es ist ein kindischer Stolz, nichts nehmen zu wollen; freilich wäre geben mehr nach meinem Geschmack.
i. 4. 80. Briefe an Familie I, r88
Auch gehör' ich nicht zu denen, die sich durch Wohltaten bedrückt fühlen. Au danken ist mir nie schwer geworden.
20. 6. 8r. Briefe an Familie II, 6
Wer rechnet ist immer in Gefahr, sich zu verrechnen. Die einfache dumme Kuh trifft immer das richtige Gras.
14. 1. 95. Briefe an Freunde II, zzz
Alles Gute muß aus einem selbst kommen, sonst bringt man es über einen bloßen Anfall nicht hinaus.
11. 5. 79. Briefe an Familie I, 272
Independenz über alles! Alles andre ist zuletzt nur Larifari.
28. 5. 70. Briefe an Familie I, 199
Ich bin kühl, nicht sehr aufmerksam, etwas rechthaberisch, etwas pedantisch und viel breiter und gründlicher, als die Menschen lieben.
... Soviel bleibt aber bestehen, und das ist des Pudels Kern: ich bin im gesellschaftlichen Leben sehr artig, sehr milde, sehr zum Verzeihen geneigt, und die andern sind es nicht.
i2. 6. 78. Briefe an Familie I, 256, 257
Je älter ich werde, je unerträglicher werden mir die ! Feierlichen, die in 99 Fällen von 100 hinter aller Steifheit ! und Aufgerecktheit, hinter Denkerstirn und olympischer Schweigsamkeit nichts verbergen als Hohlheit, Wichtigtuerei und mitunter auch Feigheit.
Aus: „Aus den Tagen der Okkupation"
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