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2. Die Persönlichkeit.
und unfehlbar ermittelt sind, dass ausser den Theologen und einigen Philosophieprofessoren und dem Vulgus niemand mehr sich Einbildungen macht. Das Reich der Metaphysik, somit die Provinz der ‚absoluten‘ Wahrheit ist unweigerlich in eine Reihe mit Poesie und Religion gerückt worden. Wer etwas wissen will, begnügt sich jetzt mit einer bewussten— Relativität des Wissens— wie zum Beispiel alle namhaften Naturforscher.“ Es scheint, dass es Nietzsche gegangen ist wie manchen Menschen, die gar nichts von Naturwissenschaft verstehen: Sie haben einen mächtigen Respect vor den Aussprüchen„namhafter Naturforscher“ und, während sie sonst überhaupt nichts glauben, glauben sie den„Vertretern der modernen Wissenschaft“ auf’s Wort. Auch Nietzsche hat sich gebeugt und hat geschworen: es giebt keine Metaphysik. Auf diesem Standpunkte ist er dann stehen geblieben, nie macht er einen Versuch, seine Gründe darzulegen, es handelt sich für ihn um eine abgethane Sache. Positivist zu sein, sich mit der Naturwissenschaft zu begnügen, das vermag einer, der nichts ist als Zoolog oder Chemiker oder dergleichen; ein Mensch, dem das„metaphysische Bedürfniss“ angeboren ist, wird unglücklich dabei. Im Anfange trugen Nietzsche die Jugendfrische, die Begeisterung für Wagner und für die neue Cultur über die Oede weg. Als er aber an seinen Idealen irre geworden war und versuchte, der Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen, da fand er sich in einer todten, sinnlosen Welt. Er verhärtete sich und schrie, so laut wie er konnte: Gott ist todt, alles ist Unsinn. Aber der