II. Die Krankheit.
ganz merkwürdige Geschmacklosigkeiten. So setze ich also die allerersten Anfänge seiner geistigen Erkrankung in das Ende des Jahres 1882— seiner geistigen Erkrankung; denn das Leiden als körperliches Gehirnieiden reicht vermuthlich noch weiter ZzUrück. Wenn Ueberarbeitung daran mit schuld hat, so haben gewiss die ersten Basler Jahre dazu den Grund gelegt.“
Dazu ist zu bemerken, dass die Behauptung Zieglers, man dürfe den ursprünglichen Nietzsche nicht als geistig abnorm bezeichnen, nicht zu streng zu nehmen ist. Ziegler beurtheilt jenen in der Hauptsache ähnlich wie ich, aber, was ich Entartung nenne, das sind für Ziegler blos Charaktereigenthümlichkeiten, weil er, wie die meisten Laien, die Grenzen des Pathologischen zu eng zieht. Ferner, es ist mir nicht recht klar geworden, bei welcher Gelegenheit Ziegler den „Choc“ gefühlt hat. Ich habe mich umsonst bemüht, den beschriebenen Sprung im fünften Buche der„fröhlichen Wissenschaft“ zu finden. In dem fünften, 1886 hinzugefügten Buche finde ich eigentlich nichts Anstössiges: es besteht vielleicht im Wesentlichen aus älteren Niederschriften. Auch sind die Kennzeichen, die Ziegler angiebt, nicht recht zuverlässig. Er spricht zum Beispiel von schwerfälligen Perioden und Schachtelungen. Die findet man in den älteren Schriften auch und, um sie gerecht zu beurtheilen, müsste man Wwissen, wie der fragliche Aphorismus entstanden ist. Wie aus den Manuskripten zu ersehen ist, hat Nietzsche oft zu früher geschriebenen Sätzen etwas hinzugeschrie