2. Die Entwickelung der progressiven Paralyse.
8 ben; die alte Niederschrift ist sauber, und das Neue ist in flüchtiger Schrift, zuweilen mit Bleistift, hinzugefügt, manchmal geradezu„hingehauen“. Auf diese Weise mag manche Unebenheit entstanden sein, man wird aber ihre Entstehung nicht immer nachweisen können. Ziegler spricht ferner von abstossenden Bildern, Wortbildungen. Die finde ich aber(wenigstens in grösserer Zahl) erst im Zarathustra. Vereinzelte Dinge dieser Art kommen auch in den früheren Schriften schon vor. Der Ton der Polemik endlich ist von jeher nicht schön gewesen und in der fraglichen Zeit auf keinen Fall schlimmer als an manchen Stellen der Jugendschriften.
Nichtsdestoweniger hat Ziegler, glaube ich, das Richtige getroffen: der Zarathustra trägt deutlich die Spuren der Gehirnkrankheit, und kurz vor ihm muss sich diese zum ersten Male bemerkbar gemacht haben. Ja noch genauer stimmt es, denn(in den Werken wenigstens) das erste wirklich Verdächtige ist der Schluss des vierten Buches der fröhlichen Wissenschaft. Mit den Worten: incipit taR0Cdia, beginnt Nietzsches eigene Tragödie.
Woran denkt man, wenn man nach den ersten Spuren der Paralyse auf dem geistigen Gebiete sucht? In der Regel doch an ein verändertes Fühlen, physiologisch gesprochen an den Wegfall gewisser Hemmungen. Allerdings tritt, wie ich schon in der Einleitung gesagt habe, die Paralyse nicht immer in gleicher Weise auf, bei dem einen Kranken bemerkt man zunächst diese Symptome, bei dem anderen jene. Wenn aus dem spä