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Effektivität und Effizienz kriminalpolizeilicher Organisationsformen auf Zeit : mit weiteren Beiträgen von Erich Philipp und einer Arbeitsgemeinschaft an der Polizei-Führungsakademie (Münster) unter Leitung von Wolfgang Stein / Heinz Büchler ...
Entstehung
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Vertikale Zusammenfassung der Ermittlungsgruppe Nr. 2

Anlaß für die Einrichtung dieser Ermittlungsgruppe(EG) war ebenfalls ein Tötungsdelikt. Da die zuständige Polizeidienststelle über keine eigene (ständige) Mordkommission verfügt, wurde aus dem Umlandbereich eine Sonderkommission gebildet.

Die Ermittlungsgruppe mußte umfangreiches Spurenmaterial abarbeiten. Hierbei wurde wegen der gewählten Abarbeitungssequenz(alphabetisch nach Personen) erhebliche Mehrarbeit produziert. Die Ermittlungsgruppe setzte sich anfänglich aus einem Leiter sowie neun Mitarbeitern zusammen. Phasenweise waren bis zu 28 Kräfte eingebunden; gegen Ende der Ermitt­lungen bestand die Ermittlungsgruppe noch aus zehn Beamten.

Die Mitarbeiter der Ermittlungsgruppe wurden aus dem gesamten norddeut­schen Raum rekrutiert. Probleme hinsichtlich der Motivation der Mitarbeiter ergaben sich wegen der angeordneten Dienstsitzverlegung der in die Er­mittlungsgruppe eingebundenen Mitarbeiter. Ziel der Dienstsitzverlegung war die Einsparung des ansonsten zu zahlenden Tagegeldes. Da die Arbeits­zeit in der Regel mehr als 11 Stunden täglich betrug, wurde ein Erfri­schungsgeld von 3,50 DM pro Tag und Person gezahlt.

Die Ausstattung der Ermittlungsgruppe mit Sachmittel und Räumen wurde als mangelhaft bezeichnet.

Der Informationsaustausch erfolgte multilateral in Früh- und Abendbespre­chungen sowie schriftlich über einen Aushang.

Der Führungsstil wurde als kooperativ bezeichnet, die Führung als wichtig empfunden und in ihrer Güte als zufriedenstellend angesehen. Besondere Konflikte traten bei der Zusammenarbeit nicht auf. Die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter war sehr hoch. Als Mangel wurde empfun­den, daß nach Verkündung der Auflösung der Ermittlungsgruppe die Zeit für eine umfangreiche emotionale und fachliche Aufarbeitung fehlte.

Die Zusammenarbeit mit dem Staatsanwalt wurde als gut bezeichnet.

Insgesamt war die Ermittlungsgruppe sechs Wochen lang tätig. Der Fall wurde nicht geklärt.

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