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Effektivität und Effizienz kriminalpolizeilicher Organisationsformen auf Zeit : mit weiteren Beiträgen von Erich Philipp und einer Arbeitsgemeinschaft an der Polizei-Führungsakademie (Münster) unter Leitung von Wolfgang Stein / Heinz Büchler ...
Entstehung
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Vertikale Zusammenfassung der Sonderkommission Nr. 15

Anlaß der Gründung dieser Sonderkommission war die Bekämpfung des organisierten Drogenschmuggels. Die Soko wurde nach Zerschlagung ihrer ersten Zielgruppe nicht aufgelöst und besteht noch heute als Arbeitsgruppe mit neuer Zielvorgabe weiter. Schwankungen innerhalb der Personalstärke ergaben sich durch Krankheit und Urlaub. Die Soko bestand aus insgesamt 20 Mitarbeitern, darunter 10 Beamte vom Zoll. Zwischen dem Beschluß, eine Soko einzurichten, und der Aufnahme der Sonderkommissionstätigkeit vergingen zwei Wochen. Dieser Zeitraum wurde einhellig als zu lange ange­sehen. Die abordnenden Dienststellen bestreiten nach Auskunft der Befragten noch heute die Notwendigkeit der Einrichtung dieser Sonderkommission.

Die Organisation der Soko wies neben dem Soko-Leiter einen Hauptsachbe­arbeiter als Aktenführer und ein PC-Team sowie weitere erforderliche ope­rative Bereiche aus.

Schon nach etwa drei Monaten war abzusehen, daß die Sonderkommission in eine Dauereinrichtung überführt werden würde. Die Abordnungen wurden nach drei Monaten aufgehoben, die meisten der Mitarbeiter fest in die Soko übernommen.

Die Führung wurde als kooperativ und gut charakterisiert. Die Arbeits­zufriedenheit war sehr hoch. Der Informationsaustausch erfolgte innerhalb der Soko multilateral in Frühbesprechungen und im Rahmen einer Feinab­stimmung bilateral. Zwischen der Soko und der Primärorganisation bestand ein ständiger Organisationsaustausch. Dennoch kam es bei einzelnen Aktio­nen der Primärorganisationen, die ohne Rückkopplung mit der Sonder­kommission durchgeführt wurden, zu Konflikten, da das Tätigkeitsfeld der Soko massiv beeinträchtigt wurde.

Die Ausstattung der Soko wurde als nicht ausreichend betrachtet. Als beson­ders gravierend wurde die mangelhafte Unterbringung genannt.

Die Informationsverarbeitung erfolgte durch ein in der Dienststelle ent­wickeltes Softwareprogramm.

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