Vertikale Zusammenfassung der Ermittlungsgruppe Nr. 16
Anlaß zur Bildung dieser Ermittlungsgruppe war eine Betrugs- und Unterschlagungsserie von Klein-Lkw. Die Ermittlungsgruppe wurde zunächst aus Mitarbeitern der in dieser Sache ermittelnden Dienststellen zusammengesetzt. Man versprach sich von der Ermittlungsgruppenbildung eine stärkere Abstimmung im Ermittlungsgeschehen. Die Ermittlungsgruppe wurde auf Veranlassung des zuständigen Regierungspräsidiums installiert. Im Laufe der Zeit wurde festgestellt, daß auch Dienststellen in einer süddeutschen Großstadt mit Ermittlungen gegen die gleiche Tätergruppe befaßt waren.
Die vorgesetzte Dienststelle hatte ein sehr umfassendes Informationsbedürfnis, was auf Seiten des Ermittlungsgruppenleiters(Mitarbeiter dieser Dienststelle) eher auf Ablehnung stieß. Die Ermittlungsgruppe wurde insoweit stark außengesteuert. Es bestanden erhebliche Konflikte, was sich z.T. darin äußerte, daß die Ermittlungsgruppe entgegen den Vorstellungen des Soko-Leiters aufgelöst werden sollte.
Aufgabe der Ermittlungsgruppe war es, eine Tätergruppe zu ermitteln und zu zerschlagen. Im Laufe der Ermittlungen zeigte sich, daß von der gleichen Tätergruppe auch andere Delikte begangen wurden, was zu einer Erweiterung der Ziele führte. Die Ermittlungsgruppe setzte sich aus Mitarbeitern verschiedener Dienststellen zusammen. Die Mitarbeiter mußten teilweise zusätzliche(erhebliche) Anfahrtswege in Kauf nehmen. Die Größe der Soko wurde mit fünf bis sechs Mitarbeitern während der Realisationsphase angegeben. Zeitweise mußte ein MEK in Anspruch genommen werden.
Aufgrund urlaubs- und krankheitsbedingter Ausfälle reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiter zeitweise auf 1/1. Der Ermittlungsgruppenleiter hatte keinen Einfluß auf die Personalauswahl. Er beklagte sich zudem über zum Teil unqualifizierte Mitarbeiter. Die Personalquantität wurde als ausreichend bezeichnet.
Die Ermittlungsgruppe war in einer Autobahnpolizeistation in geographischer Randlage untergebracht. Die räumliche Ausstattung wurde mit sehr gut angegeben. Die Sachmittelausstattung war eher unzureichend. Dem Wunsch nach DV-Unterstützung wurde nicht entsprochen, so daß ein erheblicher Auswertungsaufwand von Hand zu bewältigen war.
Die Organisation der Ermittlungsgruppe orientierte sich an den Unterschlagungsobjekten. Es wurden zwei Ermittlungsteams gebildet, die sich um die jeweiligen Bereiche kümmerten. Größere Einsätze wurden gemeinsam durchgeführt. Daneben hatte jeder Ermittlungsgruppenbeamte die Fälle seiner Dienststelle aktenmäßig zu bearbeiten. Das Mengenaufkommen wurde mit