bis zu 1.200 Hinweisen und 1.000 Spuren als gerade noch überschaubar gewertet.
Die Führung seitens des Ermittlungsgruppenleiters wurde als kooperativ bezeichnet und mit gut bis befriedigend eingeschätzt. Die Mitarbeiter waren im allgemeinen gut motiviert und in die Entscheidungsfindung einbezogen. Interne Konflikte entstanden durch einen demotivierten Mitarbeiter, der später ausgetauscht werden konnte.
Die Kommunikation erfolgte zum einen multilateral in Frühbesprechungen und sach-/anlaßbezogen in bilateralen Gesprächen. Die Ermittlungsgruppe stand wegen der Personalabordnungen seitens des RP sowie der abordnenden Dienststellen unter erheblichem Zeitdruck. Die Zusammenarbeit mit dem Staatsanwalt wurde als gut bezeichnet. Er wirkte unterstützend bei der Konfliktbewältigung zwischen Ermittlungsgruppe und vorgesetzter Dienststelle mit.
Die Mitarbeiter hatten z.T. noch keine Ermittlungsgruppen-Erfahrung. An einer Schulung konnte kein Mitarbeiter teilnehmen. Die Mitarbeiter bedauerten, daß sich das erforderliche hohe Maß an Engagement und die daraus resultierenden Leistungen nicht auf die Beurteilung auswirkten. Die Sachmittelausstattung wurde ausdrücklich als demotivierend empfunden.
Die Ermittlungsgruppe war zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht abgeschlossen, der Täterkreis weitgehend ermittelt. Bei zwei Mitarbeitern ist zu erwarten, daß Probleme bei der Wiedereingliederung in die Stammorganisation auftreten werden. In bezug auf die Zusammenarbeit mit Spezialeinheiten wurde moniert, daß der ständige Wechsel der eingesetzten MEK's zu Reibungsverlusten geführt hat.