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Effektivität und Effizienz kriminalpolizeilicher Organisationsformen auf Zeit : mit weiteren Beiträgen von Erich Philipp und einer Arbeitsgemeinschaft an der Polizei-Führungsakademie (Münster) unter Leitung von Wolfgang Stein / Heinz Büchler ...
Entstehung
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Nach der obigen Tabelle gaben lediglich zwei der befragten Mitarbeiter an, daß mit der Abordnung zur Sonderkommission Probleme innerhalb der eigenen Dienststelle verbunden waren. In beiden Fällen gab es mit dem eigenen Dienststellenleiter Diskussionen wegen der Entsendung. Abgeord­nete Kollegen stehen nicht mehr zur dienststelleninternen Arbeit zur Verfü­gung(vgl. auch"Überstunden").

Mit der Antwortkategorie"Problemlos" wird allerdings auch die Möglichkeit erfaßt, daß der betreffende Dienststellen-Leiter überhaupt nicht nach einer Einwilligung bezüglich der Abordnung gefragt wurde oder der betreffende Dienststellenleiter tatsächlich keine Probleme mit der Sonderkom­missionsarbeit seiner Beamten verband.

Insgesamt scheint die Abordnung zur Mitarbeit in Sokos durch Vorplanungen und aufgabenbezogene Sachzwänge bestimmt. Eigeninitiative ist deshalb eher die Ausnahme.

1.3.2.3.2. Die quantitative Besetzung von Sonderkommissionen

Die Frage nach der quantitativen Besetzung von Sonderkommissionen wird in der unteren Tabelle, aufgeteilt nach Mordkommissionen(fünf), Sonder­kommissionen(zehn) und längerlaufenden Sonderkommissionen(zwei), vorgenommen. Unter längerlaufenden Sonderkommissionen wurden die­jenigen Kommissionen in der Befragung zusammengefaßt, die über ein Jahr bestanden bzw. bei denen ein Verselbständigungsprozeß erfolgte. Dadurch ist der Übergang in eine ständige Einrichtung absehbar bzw. er ist schon erfolgt.