Neun der befragten Leiter standen SPUDOK eher skeptisch gegenüber. Es wurden folgende Gründe aufgeführt:
* SPUDOK ist zu zeitaufwendig, * SPUDOK ist zu personalaufwendig, * SPUDOK leistet nicht das, was man sich wünschen würde,
* bei Sonderkommissionen geringen Umfanges ist SPUDOK nicht notwendig.
Aus den Antworten dieser Leiter geht hervor, daß nicht die elektronische Datenverarbeitung insgesamt abgelehnt wird, sondern daß das SPUDOKSystem an sich als nicht komfortabel, also benutzerunfreundlich angesehen wird. Die Unterstützung der Sonderkommissionsarbeit durch Personalcomputer wird bevorzugt.
Zwei Soko-Leitern aus den neuen Bundesländern war SPUDOK nicht bekannt. Dreizehn der Mitarbeiter standen dem Instrument SPUDOK positiv gegenüber. Vier der 13 Kollegen gaben an, sie könnten nicht mit dieser Software umgehen. Die 11 Beamten, die tendenziell gegen SPUDOK eingestellt waren, gaben als Begründung an:
* SPUDOK ist zuwenig anwenderfreundlich, * SPUDOK bietet keinen direkten Datenzugriff, * SPUDOK erfordert ein hohes Spezialwissen,
* PC’s sind flexibler, überall einsetzbar und von jedem bedienbar.
Weiterhin interessierte, wie die Form der Informationsweitergabe in der Sonderkommission geregelt und sichergestellt war.
In jeder der befragten Sonderkommissionen fand morgens eine Besprechung statt. Ergänzung fand die tägliche Besprechung noch in Einzelgesprächen und auch in anlaßbezogenen Besprechungen. Neben diesem mündlichen Informationsaustausch wurde noch in vier Sonderkommissionen ein schriftlicher Informationsaustausch vollzogen. Außerdem wurden der Umlauf, der schriftliche Aushang und auch Flip Charts benutzt.
Mit diesen Aspekten eng verbunden ist die Frage, wie die Aufgabendelegation in der Sonderkommission erfolgte.
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