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Effektivität und Effizienz kriminalpolizeilicher Organisationsformen auf Zeit : mit weiteren Beiträgen von Erich Philipp und einer Arbeitsgemeinschaft an der Polizei-Führungsakademie (Münster) unter Leitung von Wolfgang Stein / Heinz Büchler ...
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Die Aufgabendelegation wurde meistens vom Soko-Leiter mündlich inner­halb der Morgenbesprechung vorgenommen(11 Angaben). Bei drei Sonder­kommissionen war eine Abstimmung über das weitere Vorgehen nicht not­wendig; dort konnten die Aufgabenfelder im Vorfeld abgestimmt werden.

Des weiteren interessierte, inwieweit neben der Aufgabendelegation von einer Partizipation bei der Entscheidungsfindung gesprochen werden kann.

Übersicht 4-12:"Wurden Sie bei Entscheidungen, die Ihre Arbeit betrafen, in die Entscheidungsfindung einbezogen?"

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Beinahe sämtliche Mitarbeiter befanden, daß ihre Meinung bei Entschei­dungsfragen ausreichend berücksichtigt wurde(32). Dieses Ergebnis deckt sich mit dem nach der Frage der ausreichenden Gestaltungsfreiheit; es spie­gelt auch wider, weshalb Beamte Spaß an der Soko-Arbeit haben.

Ohne ein Mindestmaß an Formalisierung geht es nicht. Deshalb interessierte die Frage, ob es schriftliche Einsatzpläne gab.

Schriftliche Einsatzpläne sind nur für Großaktionen, Durchsuchungen sowie für sämtliche Einsätze, an denen das MEK oder das LKA beteiligt sind, üblich. Im normalen Gang der Ermittlung werden Spurenakten genutzt. Zur allgemeinen Information der Mitarbeiter("wer gerade was macht") können ganz einfach auch Pinnwände dienen.

Wichtig ist darüber hinaus, ob die Sonderkommission als autonome Gruppe Abschottungsprobleme innerhalb der Kriminalpolizei hatte:

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