In drei Sonderkommissionen waren Mitarbeiter und Leiter einhellig der Meinung, daß es keine störenden Konflikte während der Arbeit gab. Bei vier Sonderkommissionen meinten zwar die Leiter, es habe keine Konflikte gegeben, doch waren die Mitarbeiter(teilweise) anderer Meinung.
In erfolgreichen Sonderkommissionen waren mehr Konflikte als in erfolglosen Sonderkommissionen zu verzeichnen. In Anlehnung an Dahrendorf** wäre dies nur konsequent, da nach seiner Ansicht Konflikte normal sind, immer wieder auftreten und bei kompetenter Konfliktlösung produktiv wirken.
Im Interesse einer effizienten Teamarbeit sollten die jeweiligen Erwartungshaltungen zwischen Mitarbeitern und Führung der Sonderkommission in der sogenannten Formierungsphase berücksichtigt und darüber hinaus den nachstehenden Phasen des Gruppenbildungsprozesses besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Phasen des Gruppenbildungsprozesses:
* Formierungsphase- Die Gruppe probiert Verhaltensmuster aus und sucht nach von allen akzeptiertem situativem Verhalten.
Konfliktphase- Fachliche Fähigkeiten und Führungskompetenzen werden ausgetestet.
Normierungsphase- Gruppenzusammenhalt entwickelt sich. Konstruktive Zusammenarbeit bildet sich heraus.
Arbeitsphase- Die eigentliche Aufgabenstellung wird konstruktiv angegangen und erledigt.
1.3.2.6.2. Engagement von Beamten in Sonderkommissionen
Die erfolgreiche Sonderkommission ist nicht nur auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen; ebenso entscheidend ist das Engagement eines jeden Beamten während der Sonderkommissionstätigkeit. Erhöhtes Engagement wird
% Vgl. Dahrendorf, R.: Konflikt und Freiheit, 1972.