Freundschaften in Schmiedeberg und Arnsdorf: Prinz Reuß und Gemahlin, Bankier Grosser und Familie einschließlich Frau Geh. Rätin Stockhardt, Amtsrichter Dr. Friedländer und Frau, Geh. Rat Professor Friedberg und Frau, Geh. Rat Professor Stobbe und Frau geb. Eberty, Fabrikbesitzer Richter und Frau geb. Eberty, Frau von Bülow *) (Hans Arnold) geb. Eberty, Direktor Menzel usw. Dazu kamen ferner die Personen, deren Bekanntschaft ich bei Prinz Reuß machte und zu denen ich meistens späterhin noch in Beziehung trat: Hofmarschall St. Paul-Illaire und Frau, General v. Grolmann und Frau, Baron Rothen- han und Frau geb. v. Jagow, Generalin v. Neumann- Cosel geb. Gräfin Pfeil mit ihren zwei schönen Töchtern. Dieser ganze reiche Verkehr interessierte mich lebhaft und würde mich 20 Jahre früher beglückt haben; so aber empfand ich doch beständig ein „zu spät" und fühlte neben dem Freundlichen und Angenehmen etwas Störendes heraus. Immer unterwegs und am Ende „Wozu der Lärm?" Aber gesundheitlich tat es mir wohl, und ich traf in leidlich guter Verfassung wieder in Berlin ein. Einige Tage widmete ich noch der Novellenkorrektur, dann begann ich Prolog, Toast und Verse zum großen Koloniefest, 200jährige Jubelfeier, zu schreiben. Im August und September brachte die „Gartenlaube" meine Novelle „Unterm Birnbaum"; Anfang Oktober sprach mir Buchhändler Müller-Grote seinen Wunsch aus, die Novelle zu verlegen und spätestens Mitte November wird sie erscheinen. Andere Beziehungen zu Westermann, über Land und Meer und Bazar zerschlugen sich wieder. Vom Erscheinen einer neuen Auflage bei Hertz, seis Novellen, seis Wanderungen, seis Scherenberg-Buch — keine Rede. Nun, es muß auch so gehn. Die Kinder waren all die Zeit über in ihren alten Positionen: George in Lichterfelde, Theo in Münster (ein Festspiel für das Koloniefest schreibend),
*) Babette v. Bülow geb. Eberty schrieb unter dem Pseudonym Haut Arnold Novellen.
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