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Das Fontane-Buch : Beiträge zu seiner Charakteristik ; Unveröffentlichtes aus seinem Nachlaß ; das Tagebuch aus seinen letzten Lebensjahren / hrsg. von Ernst Heilborn
Entstehung
Seite
164
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wurde Moser-SchönthansKrieg im Frieden" gegeben; George und Martha spielten mit, ich hatte den Prolog zu schreiben, den Beringuier tapfer und machtvoll sprach. Alles verlief gut, nur vonAnnäherung" unter den Kolo­nisten keine Spur, so daß wir schon unmittelbar nach der Vorstellung wieder nach Hause gingen. Anfang Dezember feierte Frl. Martha Müller-Grote ihre Hochzeit mit vr. Stöter. Ein Riesenpolterabend mit allen erdenklichen Schikanen, leider auch mit Schikanen im gewöhnlichen Sinne, ging voraus. Ein nach der bekanntenMikado"-Oper ge­arbeitetes Singspiel von vr. Ehrlich vom Deutschen Theater bildete das piöce äe resistance, drin George und seine Frau und vor allem Martha glänzend mitwirkten. Leider stürzte sie im Moment des Auftretens und verknickte sich den Fuß so stark, daß sie, wenn auch alles forsch mitdurchmachend, hinterher wochenlang lag und laborierte. Wir beiden Alten glänzten bei Polterabend und Hochzeit durch Abwesenheit.

Die Hauptsache vergessen: Am 5. Oktober feierte unser alter Theo in Münster seine Hochzeit mit Fräulein Martha Soldmann. Wir reisten am 5. Oktober fünf Mann hoch hin: Wir beiden Alten, Martha und George und Frau, und kamen am 6. abends zurück. Unser aller Befinden war nicht das beste, Martha und ich halb krank, sonst verlief alles treff­lich und herzerquicklich. Das junge Paar brach schon um 5 am Hochzeitstage auf und fuhr noch bis Köln, von wo sie am andern Tage eine Rheinreise antraten. Friedel der Ende September aus Oldenburg wieder in Berlin ein­getroffen war, wurde beim Militär nicht genommen und trat vorübergehend in die Wasmuthsche und dann in die Claessensche Buch- und Kunsthandlung ein. W. Hertz edierte eine neue Auflage von Band IV meinerWande­rungen", sonst erschien nichts von mir zu Weihnachten, da Müller-Grote den Druck meiner NovelleCécile" abgelehnt hatte. Meine Hauptbeschäftigung bis Neujahr war die Korrektur meiner NovelleIrrungenWirrungen", womit