Glück hatte ich nur Gutes geschrieben, so daß mir die üblichen Zurechtweisungen erspart blieben.
Weihnachten verging ruhig, auch Silvester; punschlos, einen einzigen Pfannkuchen in der Hand, traten wir ins neue Jahr.
1898.
Beim Eintritt ins neue Jahr war mir noch ganz leidlich. Aber es dauerte nicht lange; Husten, Asthma und was das Schlimmste war, eine totale Nervenpleite stellten sich ein. Das ging so durch zwei Monate; ein Glück, daß die gesamte Stechlinkorrektur bereits hinter mir lag. Im Februar war Meta in Rostock bei Tante Witte. Im März bei Lise Witte in Elsenau. Diese ganze Zeit über verlief unser Leben sehr still; an Arbeiten oder auch nur Lesen war meinerseits nicht zu denken. Nur ein ganz weniges von Gesellschaften machte ich mit, veranlaßt durch Schlenthers Abgang nach Wien als Burgtheaterdirektor; man gab ihm eine Reihe von Festen. Auf der Höhe war das Fest bei Geh. Justizrat Lessing, Schlenthers Abschieds- und Dankrede brillant.
197