Zum Monat der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft . November 1955
ERICH WEIN ERT
Festung
des
Friedens
Die alte Welt war’ lange von Beutemachern zerstückt, im rauschenden Untergange in Qual und Blut erstickt.
Es hätten die Großbrandstifter schon ihre Lunten in Brand, es ließen die Völkervergifter die Pest schon aus der Hand.
Es lägen Leichenheere, zerfressen und entstellt - - wenn dieses Land nicht wäre, die mächtige Sowjetwelt!
Sie hütet des Friedens Sache gegen das Räubergezücht; sie hält in der Welt die Wache, sie hält das Gleichgewicht.
Und sagen die Herrn der Nationen: Was will denn die Friedenswelt mit ihren vielen Kanonen?
Die sind doch zum Schießen bestellt!
Dann sagen wir: Demagogen!
Ihr hättet schon längst das Land mit eurem Krieg überzogen und seine Fahnen verbrannt!
Wenn diese Macht nicht wäre und stünde nicht auf der Wacht, ihr hättet schon längst zur Galeere die ganze Welt gemacht!
Und daß der Tag nicht werde, dröhn die Granaten im Lauf.
Denn dieses Sechstel der Erde baut seinen Frieden auf.
Als Friedens-Waffenschmiede bleibt es solang’ in Kraft, bis einst sein eigener Friede den Frieden der Welt erschafft!
Moskau 1936