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Effektivität und Effizienz kriminalpolizeilicher Organisationsformen auf Zeit : mit weiteren Beiträgen von Erich Philipp und einer Arbeitsgemeinschaft an der Polizei-Führungsakademie (Münster) unter Leitung von Wolfgang Stein / Heinz Büchler ...
Entstehung
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Vertikale Zusammenfassung der Sonderkommission Nr. 6

Anlaß zur Bildung dieser Soko war ein Tötungsdelikt. Die Soko war mit unterschiedlicher personeller Stärke 38 Tage lang aktiv. Von Beginn der Soko bis zur Klärung der Tat waren 18 Beamte 24 Tage lang eingesetzt. Die anschließende Aufarbeitung der Akten erfolgte in weiteren 14 Tagen, aller­dings mit reduzierter Besetzung. Insgesamt waren 251 Hinweise zu bearbei­ten.

Eine zu Beginn der Soko-Tätigkeit abgesprochene Aufgabenverteilung wurde nicht eingehalten, so daß es hinsichtlich der Aufgabenverteilung zu Unklar­heiten kam. Wegen der noch als überschaubar zu bezeichnenden Größen­ordnung sowie der deutlichen Dominanz des Soko-Leiters kam es nicht zu einer ausgeprägten Strukturierung der Soko. Die Organisation der Soko stellt sich demnach so dar, daß dem Leiter der Soko der Aktenführer zugeordnet war. Daneben waren weitere Ermittlungsteams mit wechselnden Zuständigkeiten tätig.

Die Führung der Sonderkommission wurde als autoritär bezeichnet. Offen­sichtlich bestanden zwischen dem Soko-Leiter und den Mitarbeitern bezüg­lich des Führungsstiles Generationsprobleme. Bemängelt wurde von den Mitarbeitern, daß Diskussionsergebnisse in aller Regel nicht umgesetzt, son­

dern vielmehr durch die Entscheidung des Leiters der Soko ersetzt wurden. Die Information der Soko-Mitarbeiter erfolgte multilateral in zwei täglichen Besprechungen. Die Informationsverarbeitung wurde durch SPUDOK unterstützt. Die Arbeitszufriedenheit wurde als eher schlecht, die Motivation mit gut bis befriedigend bewertet. Nach Abschluß der Soko kam es auch hier zu Wiedereingliederungsproblemen bei einem Mitarbeiter.

Die Ausstattung der Soko wurde als ausreichend angesehen. Problematisch war allerdings die räumliche Unterbringung, die verstreut über das gesamte Dienstgebäude erfolgte. Meinungsunterschiede bezüglich der Ausrüstung, der Unterbringung und der angeordneten Dienstsitzverlegung von Soko­Mitarbeitern führten zu Konflikten zwischen der Sonderkommission und der Primärorganisation.

Die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft wurde als eher schlecht beurteilt. Sie verlief schleppend und erfolgte ausschließlich fernmündlich. Aus Sicht der Soko-Mitarbeiter wurde dem Staatsanwalt mangelndes Inter­esse vorgeworfen.